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Volleyball Talk

DVV-Frauen „AUF DEM WEG NACH JAPAN“: Guidetti gibt müden Spielerinnen Nachmittag frei!

Zunächst nahm am heutigen Freitag alles seinen normalen Gang: Bundestrainer Giovanni Guidetti bat zum Training und teilte die Spielerinnen in zwei Gruppen auf. Während die Außenangreiferinnen ca. eine Stunde lang Hunderte von Bällen annehmen mussten, bewegten die Zuspielerinnen und Mittelblockerinnen die Gewichte im Kraftraum. Anschließend wechselten sich die Gruppen ab, wobei die Mittelblockerinnen zunächst Annahmen von kurzen taktischen Aufschlägen trainierten und die Zuspielerinnen Tanja Hart und Kathleen Weiß auf dem zweiten Feld zig Bälle in allen Variationen zuspielen mussten. Anschließend wurden Schnellangriffe ohne Sprünge trainiert, d.h. die Mittelblockerinnen standen auf Tischen und bekamen den „2-Meter-Schuss“ bzw. „Einbeiner“ in die Hand zugespielt. Zum einen diente die Übung den Zuspielerinnen zur Automatisierung dieser Bälle, zum anderen konnten die Schnellangreiferinnen ihr Augenmerk auf die Technik legen, wie vor allem die Richtung des Balls per Handgelenkseinsatz bestimmt werden kann.

Nach dem Mittagessen setzte sich Bundestrainer Giovanni Guidetti an den großen Tisch zu allen Spielerinnen und fragte jede Einzelne nach ihrem Befinden. Da alle über mentale und/oder körperliche Müdigkeit klagten, gab der Italiener kurzfristig den Nachmittag frei mit der Möglichkeit, dennoch ein Training wahrzunehmen. Dies machten Christiane Fürst, Kathleen Weiß und Christina Benecke, zwar mit Guidetti, der aber nicht wie gewohnt aktiv werden konnte. Der 34-Jährige hatte schon zu Beginn des Vormittagstrainings über starke Rückenschmerzen geklagt und fühlte sich, „als ob ich ein Messer im Rücken hätte.“ Mannschaftsarzt Paul Schmeing verabreichte eine Schmerztablette und diagnostizierte eine Blockade oder einen Muskelfaserriss. Für die nächsten zwei Tage empfahl Schmeing dem Cheftrainer absolutes „Schlagverbot“.

Am Abend sahen die Spieler zum zweiten Mal WM-Auftaktgegner Dominikanische Republik auf Video. Nachdem sie bereits vor dem Abflug in Heidelberg ein Mal ihre Gegnerinnen vom 31. Oktober gesehen hatten, begutachteten Angelina Grün & Co erneut die Stärken und Schwächen der Karibik-Schönheiten. Dieses Mal lag das Augenmerk auf den Angriffsvarianten und -eigenheiten der Dominikanerinnen aus der Annahme.

Damit das wichtige Spiel gegen die Dominikanische Republik optimal vorbereitet wird, bat Guidetti den japanischen Profiklub NEC, das zweite Spiel vorzuverlegen. Dies findet nun am Samstag, 28. Oktober, bereits um 14.00 Uhr Ortszeit (statt 18.00 Uhr) statt, „da wir auch gegen die Dominikanische Republik zur gleichen Zeit spielen“, erklärte der Bundestrainer. Der Tagesablauf wird demnach auch auf WM getrimmt: Um 8.00 Uhr ist Frühstück, um 9.00 Uhr findet Aktivierung (Kräftigung, Dehnung usw.) statt. Um 11.00 Uhr gibt es bereits Mittagessen, um 12.30 Uhr erfolgt die Abfahrt zur Halle. 45 Minuten vor Spielbeginn starten die Spielerinnen mit der Erwärmung. Sayonara aus Tokio/Japan.

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