Olympiasieger: Stefan Hübner: "Hoffe, wir können zusammen neue Ideen entwickeln"

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Foto Conny Kurth: Stefan Hübner (rechts) Seite an Seite mit Ralph Bergmann nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation in Berlin.

Die Nachricht war eine große Überraschung: Stefan Hübner, langjähriger Nationalspieler und Kapitän der DVV-Männer und seit diesem Jahr Co-Trainer der DVV-Männer, rückt in den Trainerstab der Beach-Volleyball Olympiasieger Julius Brink/Jonas Reckermann. Wie das Ganze entstand, wie das Aufgabengebiet ist und was das für die DVV-Männer bedeutet, ist im „Interview der Woche“ zu lesen.

Sie sind neu im Trainerstab der Olympiasieger Brink/Reckermann. Wie kam es dazu?
Hübner: „Julius Brink ist auf mich zugekommen, ich dachte erst er wollte mich als neuen Partner...“

Wann gab es die ersten Gespräche diesbezüglich?
Hübner: „Die ersten konkreten Gespräche haben wir nach der Trennung von Jürgen Wagner geführt.“

Neben Ihnen sind noch Markus Dieckmann und Hans Voigt im Trainerteam. Ist schon klar, wie die Aufgabenverteilung ist, wer für was zuständig ist?
Hübner: „Sicherlich haben wir schon ein grobe Vorstellung von der Zusammenarbeit, aber die Details werden sich im Laufe der nächsten Wochen klären.“

Sie waren einer der weltbesten Blocker im Volleyball. Können Sie auf diesem Gebiet Jonas Reckermann, einem der besten Blockspieler im Sand, noch weiterhelfen?
Hübner: „Ich freue mich auf viele interessante Gespräche mit ihm über dieses Thema und hoffe, wir können zusammen neue Ideen entwickeln.“

Ihre Beach-Erfahrung ist nicht sonderlich groß. Ein Problem oder gar ein Vorteil in Form von neuen Ideen, Reizen?
Hübner: „In einigen Bereichen wird vieles Neuland sein. Am Ende bleibt es aber Volleyball. Es geht darum, Techniken und Bewegungsabläufe zu analysieren und zu verbessern und das Team taktisch/physisch/psychisch einzustellen. Ich bin - was dies angeht - sehr gespannt auf die Zusammenarbeit mit Top-Leuten wie Hans Voigt, Markus Dieckmann und Lothar Linz.“

Was hat Sie an diesem Engagement gereizt?
Hübner: „Ich bin am Anfang meiner Trainerlaufbahn und immer auf der Suche nach "Input" zum Thema Volleyball. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, ständig seinen Horizont zu erweitern. Das Team Brink/Reckermann ist eines der am professionellsten arbeitenden Teams im gesamten deutschen Volleyball, Teil davon zu sein, ist eine große Herausforderung.“

Was bedeutet ihr Beach-Engagement für die DVV-Männer? Dort waren sie in dieser Saison äußerst erfolgreich an der Seite von Vital Heynen.
Hübner: „Vital Heynen war von Anfang an über alles informiert, und wir würden gerne weiter zusammen arbeiten. Ob ich auch im nächsten Sommer als Co-Trainer mit der Nationalmannschaft arbeite, hängt aber davon ab, ob die Vereinbarungen für den letzten Sommer vom Deutschen Volleyball-Verband eingehalten werden. Ich habe auch noch kein neues Angebot für das nächste Jahr.“

Was sagt Vital Heynen zu ihrem Beach-Engagement? Eigentlich müsste er ja Verständnis haben, schließlich hat er das selber jahrelang „nebenher“ gemacht.
Hübner: „Vital Heynen unterstützt das Ganze, solange unsere Zusammenarbeit nicht zu sehr eingeschränkt wird. Ich denke, es ist nur eine Frage von guter Organisation und klaren Absprachen.“

Aktuell sind Sie noch in Baku/AZE bei ihrer Frau. Wann kommen Sie zurück nach Köln, wann geht es mit der Trainingsarbeit los?
Hübner: „Ich werde Anfang Dezember wieder nach Köln kommen, um mit dem Training im Sand zu beginnen.“

Wie sieht ab sofort die Woche von Stefan Hübner aus?
Hübner: „Meine Woche verändert sich erst einmal nicht viel. Ich versuche, mich selbst etwas fit zu halten, und ab Dezember werde ich zwischen Köln und Baku pendeln.“

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Foto FIVB: Ist in alles eingebunden: Männer-Bundestrainer Vital Heynen wusste über die Pläne von Stefan Hübner (im Hintergrund) Bescheid.

Bundestrainer Vital Heynen ist bis einschließlich März in der türkischen Liga gebunden, Sie jetzt im Beach. Oder finden Sie die Zeit, auch in der Bundesliga das Geschehen zu verfolgen, um die (potenziellen) Nationalspieler zu sehen?
Hübner: „Für mich ist es von Vorteil, ab Dezember wieder regelmäßig in Köln zu sein. Mit Düren und Moers habe ich zwei Bundesligisten vor der Tür, um mir einige Spiele anzugucken.“

Und wie wird es im Sommer sein, wenn Sie sowohl Trainer im Sand als auch in der Halle wären? Gibt es da schon Überlegungen?
Hübner: „Wenig Urlaub...“

Oder könnte es eines Tages passieren, dass Sie in Flipflops in der Halle stehen oder mit Knieschonern im Sand?
Hübner: „So viel zum Thema neue Ideen und Reize...“

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Hinweis: Dies ist ein aktueller Bericht vom 27.11.2012!



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