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Beach-WM: Klemperer/Koreng verpassen Edelmetall

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Foto FIVB: Eric Koreng (hinten) und David Klemperer spielten eine hervorragende WM. Mit einer Medaille konnten sie ihre Auftritte in Stavanger jedoch nicht krönen.

Den Traum von einer WM-Medaille haben sie verpasst und dennoch ein herausragendes Turnier gespielt: David Klemperer/Eric Koreng verloren bei der Beach-WM in Stavanger/Norwegen das Spiel um Platz drei gegen die amerikanischen Olympiasieger Rogers/Dalhausser 0:2 (11-21, 16-21). Für Platz vier erhielten Klemperer/Koreng 700 Weltranglistenpunkte und ein Preisgeld von 28.000 US Dollar.

Der Start in das Spiel verlief denkbar schlecht: Nach wenigen Bällen hieß es 0-5, weil Koreng es nicht verstand, seine Bälle im Feld des Gegners unterzubringen. Die US-Taktik, Koreng mit kurzen Aufschlägen anzuspielen und ihn somit in seinem Anlauf-Rhythmus zu stören, ging voll auf. Und es wurde nicht besser: Die US-Boys spielten cool ihren Streifen herunter, Rogers, das Ziel der deutschen Aufschläge, agierte sehr souverän aus der Annahme. Über 3-9 und 6-15 ging es in die Endphase. Dass es selbst bei einem Spiel um WM-Edelmetall nicht immer bierernst zugeht, zeigten dann die vier Akteure. Zunächst lief Abwehr-Spezialist Klemperer nach eigenem Aufschlag ans Netz durch, anschließend tat es Rogers ihm gleich.

In der Satzpause redete Klemperer auf Koreng ein. Das wirkte positiv: Das deutsche Duo gab nun zu Beginn das Tempo vor, Koreng sprintete nach einer Klemperer-Abwehr 15 Meter über das ganze Feld, spielte gekonnt zu und Klemperer versenkte (3-0). Aber die Amerikaner wollten sich auf keine Spielchen einlassen, Dalhausser schritt an die Aufschlaglinie, servierte drei Asse und profitierte zudem von zwei unpräzisen Klemperer-Angriffen (3-6). Der hart erarbeitete Vorsprung war weg, doch das deutsche Duo glaubte noch an seine Chance und blieb dran (8-9). Nach einem diskussionswürdigen Angriff Klemperers, der aus gegeben wurde, wollte Klemperer den nächsten Ball per Zuspielfinte platzieren, scheiterte jedoch (9-12). Nochmals brachten „Klempeng“ die Energie auf, auszugleichen, eine Blitzreaktion von Abwehrspieler Klemperer brachte das 13-13. Dann setzten die Favoriten jedoch zum entscheidenden Schlag an, ein Block gegen Klemperer sowie zwei Angriffsfehler von Koreng bedeuteten die Entscheidung (14-18). Mit Risiko-Aufschlägen versuchte das DVV-Duo noch, das Blatt zu wenden, aber dieses Unterfangen misslang. Das Spiel endete mit einem Klemperer-Aufschlag ins Netz.

David Klemperer sagte: "Eine Minute nach dem Spiel ist die Enttäuschung natürlich schon da. Alle reden immer vom blöden vierten Platz, aber ich werde lieber blöder Vierter als guter Fünfter, Neunter oder 17.! Phil und Todd haben ihren Frust abreagiert, sie kennen uns gut aus der gemeinsamen Vorbereitung. Wir drücken den Deutschen jetzt die Daumen, dass sie die Goldmedaille nach Deutschland holen." Eric Koreng meinte: "Wir haben versucht, Fehler zu vermeiden, aber hatten Probleme unseren Rhythmus zu finden. Dazu hat unser Gegner fast fehlerfrei gespielt. Mit ein bisschen Abstand ist das ein super Ergebnis. Wir haben viele gute Spiele gemacht und sind insgesamt super zufrieden. Rogers/Dalhausser haben sehr stark mit 5:0 angefangen, dann war es super schwer sich aufzurappeln. Im zweiten Satz haben wir einen guten Neustart hingelegt, bis unser Gegner wieder einen Zwischenspurt hingelegt hat, sie waren eindeutig besser.
USA, BRA und GER sind derzeit die dominaten Nationen. Unsere deutschen Kollegen sind im Finale, ich wünsche mir, dass sie gewinnen, dann sind wir die weltbeste Nation."
Rogers Dalhausser sagte: "Das ist nicht die Medaille, die wir wollten, aber wir nehmen sie."

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