
Foto SAE: Deutscher Meister 2009: Ilka Semmler (links) und Katrin Holtwick.
Katrin Holtwick/Ilka Semmler sind Deutscher Meister 2009. Im Finale der Deutschen smart Beach-Volleyball Meisterschaften in Timmendorfer Strand setzten sich die europäischen Ranglisten-1. 2:0 (2-18, 21-17) gegen Geeske Banck/Anja Günther durch. Für beide Teams war es die erste Finalteilnahme im deutschen „Beach-Volleyball Mekka“. Die Titelverteidigerinnen Sara Goller/Laura Ludwig hatten sich durch ein 2:0 (21-12, 21-13) gegen Stephanie Pohl/Okka Rau den dritten Platz gesichert.
Das Frauen-Finale lebte vom ersten Ballwechsel an von der Spannung (Holtwick: „Alle vier Spielerinnen waren in ihrem ersten DM-Finale nervös“) und einem insgesamt stabilen Niveau im Angriffsaufbau, sah aber stets die favorisierten Essenerinnen Holtwick/Semmler vorne. Gleich zu Beginn des ersten Satzes konnten sich Holtwick/Semmler absetzen, weil Banck zwei Angriffe neben die Linie setzte und Semmler ein direkter Aufschlagpunkt gelang (10-6). Die an drei gesetzten Banck/Günther konterten ihrerseits mit druckvollen und effektiven Aufschlägen und konnten kurze Zeit später bis auf einen Zähler verkürzen (11-10). Nach einem Break der Weltranglisten-14. ging es mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Zielgeraden (16-14, 18-16). Den Satzgewinn sicherte ein Semmler-Block gegen Banck.
Der zweite Satz war fast eine Kopie des ersten. Abermals gingen Holtwick/Semmler nach einem Fehler Günthers (Holtwick: Wir wollten über Günther spielen, haben aber gemerkt, dass auch Banck ihre Probleme hatte.“) sowie einer sehenswerten Flugeinlage Holtwicks in Führung (10-7), nach einem Ass von Banck sowie einem Angriffsfehler von Holtwick hieß es Ausgleich (12-12). Die Führung wechselte jedoch nicht, weil sich Banck/Günther keine Punktchancen erarbeiten konnten – im Gegenteil. Holtwick/Semmler erhöhten den Druck auf ihre Gegnerinnen und punkteten fünfmal in Folge, weil ihre Block- und Feldabwehr funktionierte. Und die Punktchancen wurden „eiskalt“ verwertet, daran hatte vor allem auch das überragende obere Zuspiel von Semmler einen Anteil. Im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich jedoch erste Flüchtigkeitsfehler beim Favoriten ein, bis auf einen Zähler kamen die Weltranglisten-18. Banck/Günther heran (18-17). Das war´s aber auch, den Schlusspunkt setzte Holtwick, die zunächst aus der Abwehr punktete und zum Matchgewinn ein Ass servierte.

Foto SAE: Ilka Semmler (links) steigerte sich im Turnierverlauf beträchtlich.
Katrin Holtwick war überglücklich nach dem ersten DM-Titel: „Es ist immer geil, Deutscher Meister zu sein – gerade bei der starken Konkurrenz in Deutschland. Ich bin überglücklich, ich dachte, ich könnte heulen, es ging aber nicht.“ Dafür konnte Ilka Semmler: „Es ist auch eine halbe Stunde danach noch immer unbeschreiblich. Nach dem Matchball liefen bei mir die Tränen, das passiert nicht oft.“ Trainer Andreas Künkler wirkte sichtlich entspannter in seiner Analyse: „Ich habe nicht sehr gezittert, weil ich wusste, was sie können. Es war für mich ein entspanntes Finale, ich war mir sicher, dass sie gewinnen.“
Geeske Banck war direkt nach Spielende enttäuscht, meinte aber: „Jetzt, direkt nach dem Finale ist die Enttäuschung da, aber nachher werde ich zufrieden mit Platz zwei sein. Es war überraschend, dass wir ins Finale eingezogen sind und die Titelverteidigerinnen geschlagen haben. Holtwick/Semmler haben sehr gut gespielt und wenig Fehler gemacht.“
Nach der bitteren 1:2-Halbfinal-Niederlage gegen Banck/Günther rissen sich die Weltranglisten-4. Goller/Ludwig nochmals zusammen und zeigten gegen Pohl/Rau ihre Stärke: Knallharte Aufschläge, sehenswerte Block- und Feldabwehraktionen machten das Spiel einseitig. Rau war ob der deutlichen Niederlage auch nicht säuerlich gestimmt: „Wir haben ungefähr zehn Asse und zehn Blockpunkte kassiert. Der vierte Platz ist angemessen. Die drei Teams vor uns gehören auch da hin.“ Ludwig war auch nach dem erfolgreichen Platzierungsspiel noch etwas geknickt: „Natürlich wollten wir wieder in Timmendorfer Strand gewinnen, aber wir waren im Halbfinale nervös und nicht so fokussiert. Danach haben wir uns nochmals auf das Spiel gegen Pohl/Rau konzentriert vorbereitet. Wir wollten unbedingt aufs Podium und uns beim Publikum für die Unterstützung bedanken.“
Damit hielt eine beeindruckende Serie. Beim fünften Start bei den Deutschen Meisterschaften landeten Goller/Ludwig zum fünften Mal auf dem Treppchen. Bronze, Gold, Gold, Gold, Bronze lautet die glänzende Bilanz.
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Ergebnisse Frauen
Ergebnisse Männer