International (F/M): Die deutschen Stars im Ausland – Kathleen Weiß gewinnt Pokal

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Foto Prostejov: Kathleen Weiß (direkt hinter dem Pokal) und ihr Team von Prostejov in gewohnter Pose.

27 deutsche Spielerinnen und Spieler sind in der Saison 2015/16 in den ausländischen Top-Ligen im Einsatz. Diese biegen auf die Zielgeraden ein, die „heiße Phase“ mit den Playoffs beginnt und nahezu alle deutschen Stars sind mit ihren Klubs dann dabei wie die Übersicht verdeutlicht. Und Kathleen Weiß (Prostejov/CZE) ist die erste Nationalspielerin im Ausland, die einen Titel in dieser Saison bejubeln konnte, die Zuspielerin führte ihr Team zur Titelverteidigung im Pokal.

Italien
Einen Spieltag vor Normalrundenende steht fest: Die deutschen Spieler ziehen mit ihren Klubs in die Playoffs ein. Denis Kaliberda und Christian Fromm sind mit Perugia Fünfter und können noch Platz vier erklimmen, Simon Hirsch rangiert mit Latina auf Platz sechs. Am 6. März trifft das deutsche Trio aufeinander, die Playoffs starten am 10. März mit dem Viertelfinale (1 vs. 8, 2 vs. 7, 3 vs. 6 und 4 vs. 5). Alle Playoff-Runden werden nach dem Modus „Best of Five“ gespielt.
In der Frauen-Liga sind dagegen noch vier Partien in der Normalrunde zu absolvieren. Margareta Kozuch ist mit ihrem Klub Casalmaggiore aktueller Zweiter und dürfte auf Platz eins bis vier die Normalrunde abschließen. Tabellenführer Conegliano hat sechs Punkte mehr, aber auch ein Spiel Vorsprung. Kozuch ist mit einem Schnitt von 17,4 Punkten weiterhin eine sehr zuverlässige Stammkraft im Team des Tabellenzweiten.
Dagegen ist es für Maren Brinker und Montichiari ein Kampf bis zum Ende. Aktuell liegt Montichiari auf Platz neun, zwei Punkte hinter dem letzten Playoff-Platz. Allerdings hat Montichiari ein leichtes Restprogramm, u.a. mit Spielen gegen die beiden letztplatzierten Teams. Die Playoffs starten erst im April, Viertel- und Halbfinale wird im Modus „Best of Three“ ausgetragen, das Finale im „Best of Five“.
Zuvor geht es aber noch um den italienischen Pokal, und beide DVV-Stars greifen nach dem Titel. Am 19. März findet das Halbfinale statt, Montichiari, das im Viertelfinale sensationell Conegliano 3:2 schlug, trifft auf Piacenza, Casalmaggiore auf Bergamo.

Christian Fromm, Denis Kaliberda (Sir Safety Perugia)
Simon Hirsch (Ninfa Latina)
Margareta Kozuch (Pomi Casalmaggiore)
Maren Brinker (Metalleghe Sanitars Montichiari)


Foto kovo.co.kr: Die Bandagen werden mehr, die Schecks für besondere Leistungen ebenso: Georg Grozer.

Südkorea
Georg Grozer und sein Verein Samsung Bluefangs liegen nach 34 von 36 Spielen auf Platz drei in der Liga und werden deshalb um die Meisterschaft mitspielen. Zunächst wird es gegen den Viertplatzierten um den Einzug in das Halbfinale gehen. Grozer ist punktbester Spieler mit sagenhaften 1027 Punkten (Schnitt von 32,1 Punkte) mit Abstand punktbester Spieler der Liga und sagt: „Es wird von Tag zu Tag schwieriger, und das Saisonende ist immer schwer. Nach über 1000 Punkten fängt der Körper an zu schmerzen. Aber das Herz und der Traum ins Finale zu kommen, ist groß.“ In Korea qualifiziert sich der Erste direkt für das Finale, der Zweite steht direkt im Halbfinale, der Dritte und Vierte spielen in einer Art Playoff den zweiten Halbfinalisten aus.

Georg Grozer (Daejeon Samsung Bluefangs)

Polen
Auch in Polen sieht es für die deutschen Stars sehr gut aus, wobei es aufgrund der Olympia-Qualifikation Polens keine richtigen Playoffs gibt. Die beiden Erstplatzierten spielen im Modus „Best of Five“ den Meistertitel aus, der Dritte und Vierte im „Best of Three“ um den dritten Champions League-Platz (der Verlierer startet im CEV Cup), der Fünfte und Sechste um einen Platz im Challenge Cup. Sechs Spieltage vor Normalrundenende liegen Sebastian Schwarz (Danzig, 2.), Lukas Kampa (Radom, 5.) und Marcus Böhme (Lubin, 7.) allesamt im Rennen um die Europapokal-Plätze. Danzig mit einem bärenstarken Schwarz (19 Punkte) fügte zuletzt dem souveränen Tabellenführer Kedzierzyn-Kozle die zweite Saisonniederlage bei, auch die anderen DVV-Stars schlagen sich prächtig. Mittelblocker Böhme und Zuspieler Kampa sind in ihren Kategorien jeweils unter den Top Ten zu finden. Kampa sagt: „Bei mir bzw. uns läuft es insgesamt schon gut, es ist aber zwischen Platz drei bis sieben sehr eng, und wir haben noch einige schwere Spiele vor uns. Wir wollen Anschluss nach oben halten und vielleicht sogar noch Rzeszow (Vierter) oder Belchatow (Dritter) verdrängen, was sensationell wäre. Es kann aber auch noch ein, zwei Plätze runtergehen!“
Auch das deutsche Trio Lenka Dürr und Magdalena Gryka (Wroclaw) sowie Heike Beier (Lodz) sind als Dritte bzw. Fünfte zwei Spieltage vor Normalrundenende sicher in den Playoffs. Allerdings spielen nur die vier Erstplatzierten um den Titel, das dürfte für Lodz schwer zu erreichen sein bei vier Punkten Rückstand und einem mehr absolvierten Spiel. Die Teams auf den Plätzen fünf bis acht spielen um die Europapokal-Teilnahme (Challenge Cup) in der nächsten Saison. Dennoch spielt vor allem Beier eine starke Saison und liegt in der Liste aller Annahmespielerinnen auf Platz drei.

Jochen Schöps (Asseco Resovia Rzeszow)
Lukas Kampa (Czarni Radom)
Sebastian Schwarz (Lotos Trefl Gdansk)
Marcus Böhme (Cuprum Lubin)
Lenka Dürr, Magdalena Gryka (Impel Wroclaw)
Heike Beier (Budowlani Lodz)

Aserbaidschan
Mareen Apitz (Azeryol) und Berit Kauffeldt (Lokomotiv) werden definitiv um den Titel in Aserbaidschan spielen. Kauffeldt ist Dritter, Apitz Vierter – die ersten vier Teams der Sechserliga spielen in zwei Viererturnieren den Meister aus. Zudem steht Azeryol mit Kapitän Apitz im Halbfinale des CEV Cups und trifft dort auf den großen Favoriten Krasnodar/RUS.

Mareen Apitz (Azeryol Baku)
Berit Kauffeldt (Lokomotiv Baku)

Türkei
Nachdem Christiane Fürst und Eczacibasi Istanbul als Titelverteidiger in der ersten Ko-Runde der Champions League ausgeschieden sind (gegen Vakifbank Istanbul) soll es nun in der türkischen Meisterschaft besser laufen. Drei Spieltage vor Normalrundenende ist bereits klar, dass die „großen Vier“, Fenerbahce, Vakifbank, Eczacibasi und Galatasaray die Meisterschaft unter sich ausmachen werden. In der Türkei spielen die vier Erstplatzierten in zwei Viererturnieren den Meister aus.

Christiane Fürst (Eczacibasi Istanbul)

Frankreich
Auch in Frankreich läuft alles bestens für die DVV-Vertreter. Sechs Spieltage vor Normalrundenende liegen Philipp Collin und Vital Heynen (Tours) auf Platz zwei, Markus Steuerwald (Paris) ist Fünfter, Michael Andrei (Ajaccio) Sechster und Dirk Westphal (Nantes Rezé) Siebter. Die ersten acht Teams spielen die Meisterschaft aus.
Eine hervorragende Ausgangsposition wird definitiv auch Lena Möllers mit Béziers haben. Die deutsche Zuspielerin hat ihr Team in die Spitzengruppe geführt und ist aktuell Zweiter. Die Spitze, aktuell von Seriensieger Cannes gehalten, ist ebenso noch möglich wie Platz drei. Auch bei den Frauen spielen die ersten acht Teams den Meister aus.

Philipp Collin (Tours VB)
Markus Steuerwald (Paris Volley)
Dirk Westphal (Nantes Rezé Métropole Volley)
Michael Andrei (GFCA Volley-Ball)
Lena Möllers (Béziers Volley)


Foto Jürgen Sabarz: Björn Höhne (links) und Georg Klein (Mitte) spielen um die belgische Meisterschaft.

Belgien
Als Dritter (Maaseik) bzw. Vierter (Antwerpen) werden Tim Broshog sowie Georg Klein und Björn Höhne in die entscheidende Phase in Belgien wohl gehen. Diese bestreiten die besten sechs Teams, indem sie zwei Runden „jeder gegen jeden“ an die Normalspielrunde anhängen. Der Tabellenführer geht mit 5 Punkten in die zwei Runden, der Zweite mit 4 Zählern usw.

Tim Broshog, (Noliko Maaseik)
Georg Klein, Björn Höhne (Topvolleys Antwerpen)

Tschechische Republik
Kathleen Weiß hat mit ihrem Klub Prostejov abermals den tschechischen Pokal gewonnen. 3:0 (27-26, 25-23, 25-17) hieß es im Finale gegen Ostrava, die ersten beiden Sätze waren jedoch sehr umkämpft, und Ostrava hatte gar einen Satzball im ersten Durchgang. Weiß sagt: „Die ersten zwei Sätze waren sehr schwierig für uns, da Ostrava sehr gut aufgeschlagen hat. Wichtig war, dass wir trotzdem beide Sätze für uns entschieden haben, im dritten Satz konnten wir dann unsere Überlegenheit ausspielen.“ Prostejov ist seit Jahren das dominante Team in der Tschechischen Republik, es war der neunte Pokalgewinn in Serie. Und auch in der Meisterschaft geht der Klub unangefochten als Erster in die Playoffs.

Kathleen Weiß (Agel Prostejov)

Katar
Christian Pampel hatte seinen Anriss an der Quadrizeps-Sehne gerade auskuriert, da erwischte es ihn wieder. Im letzten Training vor dem ersten Arab-Cup Spiel landete er auf dem Fuß eines Mittelblockers und riss sich ein Außenband am Sprunggelenk. Das erste Spiel direkt am Tag darauf konnte er gar nicht spielen (0:3-Niederlage), im zweiten wurde Pampel beim Stand von 0:2-Sätzen eingewechselt (mit dickem Tape und Schmerzmitteln). Trotz „halber Kraft“ wurde noch 3:2 gewonnen, das dritte Spiel dann aber verloren (1:3) und dann noch eines gewonnen. Am Ende reichte es nicht für das Achtelfinale. Jetzt geht es in der Normalspielrunde weiter.

Christian Pampel (El Jaish)

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Hinweis: Dies ist ein aktueller Bericht vom 02.03.2016!



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