DVV-Pokalfinale: Bühls "Spielervater" David Molnar erwartet Karrierehighlight

Bild

Foto Andreas Arndt/TV Ingersoll Bühl: David Molnar ist ein „Urgestein“ des Bühler Bundesliga-Volleyballs

In genau einem Monat ist es endlich so weit: Das DVV-Pokalfinale in der SAP Arena in Mannheim wird ausgetragen. Bei den Männern trifft der TV Ingersoll Bühl auf die Berlin Recycling Volleys (ab 16.45 Uhr, live auf SPORT1). Für Bühls Kapitän David Molnar ist es nach sieben Jahren Vereinszugehörigkeit das Highlight seiner Karriere. Der 31-Jährige ist der Kopf des Teams, der Ziehvater seiner jungen Mitspieler und ein glühender Fan seiner „neuen“ Heimat Bühl.

Herr Molnar, in einem Monat ist es so weit, dann steht mit dem DVV-Pokalfinale das Highlight der Saison auf dem Programm. Ist es auch Ihr persönliches Highlight? Immerhin ist es das erste, echte Finale mit dem TV Bühl in sieben Jahren.

David Molnar: Ja, das kann man wohl so sagen. Ich bin jetzt schon so lange, wie es die Mannschaft in der 1. Bundesliga gibt, in Bühl und das macht mich stolz. Dass ich jetzt mit dieser so jungen Mannschaft ein Finale spielen kann, das ist ein wahres Highlight. Wenn ich nicht wäre, wären wir vielleicht sogar das jüngste Team der Liga. Und das wir dieses Finale jetzt erreicht haben, ist toll für die Stadt und für die Fans - und für mich. Wir alle sind voller Freude.

Ist in Bühl schon eine gewisse Pokaleuphorie zu spüren?

Molnar: Ja, auf jeden Fall. Bühl ist einfach eine kleine Stadt und wir Volleyballer werden hier auch immer erkannt, allein wegen unserer Größe. Wenn ich in die Stadt gehe, werde ich angesprochen und die Leute sagen: ‚Hey, wir sehen uns in Mannheim.‘ Hier freuen sich alle, dass das Finale in der Nähe ist. Und das sind nicht mal Leute, die sonst immer in die Halle kommen. Aber alle wollen mit nach Mannheim und unser Kartenkontingent ist schon ausverkauft. In Bühl sind sogar die Fußballer ein bisschen neidisch auf diese Begeisterung für den Volleyball.

Die Berlin Recycling Volleys – ein absolut starker Gegner. Man hätte sagen können, dass es eine klare Sache ist. Aber nun haben Sie in der Liga gegen Berlin gewonnen. Was für Chancen rechnen Sie sich für das Finale aus?

Molnar: Wenn man nur ein Spiel gegeneinander macht, ist alles möglich. Das hat mein Trainer früher in Ungarn immer schon gesagt, wenn wir gegen starke Mannschaften gespielt haben. Wenn wir einen super Tag erwischen und Berlin vielleicht nicht, dann kann es klappen. So wie jetzt auch in der Bundesliga - auch wenn da ein, zwei wichtige Leute gefehlt haben. Natürlich muss man immer optimistisch an ein Spiel gehen. Hätten wir drei oder fünf Spiele, würde ich sagen, dass wir immer verlieren würden. Berlin hat das bessere Niveau und den höheren Etat, sie sind sogar noch besser als im letzten Jahr. Aber wir sind zu 120 Prozent motiviert, denn ein Pokalsieg wäre das Ticket für den Europa-Cup und das würde hier in Bühl eine noch größere Euphorie auslösen. Und natürlich motiviert dieser Bundesliga-Erfolg.

Erstmals findet das Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena statt. Es ist also für alle ein Spiel auf ungewohntem Terrain – wie bereitet man sich darauf vor?

Molnar: Ja, die Halle ist riesig und etwas Vergleichbares gibt es hier nicht. Aber ich nehme an, dass das Feld dort auch neun mal neun Meter groß und das Netz genauso hoch sein wird. Wenn wir es gut machen, ist die Halle doch egal. Es ist die Atmosphäre, die uns motiviert. Unsere Fans sind hier zu Hause unser siebter Mann auf dem Feld. Und das können sie in Mannheim auch sein.

Was können Sie persönlich dazu beitragen, dass es jetzt auch mit dem Pokalsieg klappt?

Molnar: Wer mich kennt, der weiß, dass ich im Alltag eigentlich ein ganz ruhiger Typ bin. Auf dem Feld zeige ich mehr Emotionen und versuche immer, die anderen zu motivieren. Da mache ich auch mal Witze, wenn es hilft. Ich denke, dass ich nach so vielen Jahren hier meine Position gefunden habe. Auch neben dem Platz sprechen mich die Jungs an, wenn es Probleme gibt. Manchmal denke ich, ich habe zehn Kinder. Aber die schreien nicht in der Nacht (lacht).

Stimmt, Sie sind ja kürzlich Vater geworden. Und Sie sind seit sieben Jahren in Bühl, das ist eine lange Zeit im Volleyball. Fühlen Sie sich jetzt mit Kind und Kegel heimisch in Bühl?

Molnar: Ja, auf jeden Fall. Und das sage ich nicht nur aufgrund der besseren wirtschaftlichen Aussichten hier im Vergleich zu meiner Heimat Ungarn. Es ist eine tolle, familiäre Umgebung. Ich habe noch nie erlebt, dass sich hier jemand mit Hass begegnet. Und das entspricht auch meinem Charakter. Meine Frau und ich haben jetzt eine Familie gegründet und ein Haus gekauft. Sie arbeitet hier im Krankenhaus und ich hoffe, nach meiner Karriere mit meinem Diplom einen Job in der Industrie zu bekommen. Daneben will ich weiter im Volleyball arbeiten, den Verein vielleicht im Management unterstützen.

Das DVV-Pokalfinale am 28. Februar (live bei SPORT1) im Überblick
14.05 Uhr: Allianz MTV Stuttgart vs. Dresdner SC (Frauen)
16.45 Uhr: TV Ingersoll Bühl vs. BR Volleys (Männer)

Das DVV-Pokalfinale, das gemeinsam vom Deutschen Volleyball-Verband und der Volleyball Bundesliga veranstaltet wird, findet am 28. Februar 2016 in der SAP Arena in Mannheim statt. Eintrittskarten (ab 14 Euro) sind direkt bei den Finalteilnehmern, über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*) und über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333*) erhältlich.

* (0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz)

Weitere Informationen zum DVV-Pokal finden Sie unter www.dvv-pokal.de.

Pressevertreter können bis zum 21. Februar unter presse.volleyball-verband.de eine Akkreditierung beantragen.

Direkter Link:

Zurück


Hinweis: Dies ist ein aktueller Bericht vom 28.01.2016!



Druckversion Beitrag weiterempfehlen

 
www.volleyball-bundesliga.de www.cev.lu www.fivb.org www.dosb.de www.sporthilfe.de
© 2012 Deutscher Volleyball-Verband Otto-Fleck-Schneise 8 60528 Frankfurt/Main Telefon 069 / 69 50 01 - 0 Fax -24 info@volleyball-verband.de