DVV-Männer: Keine Zeit zum Trauern

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Foto Conny Kurth: Die Wade von Georg Grozer bleibt leider unverändert.

Um ein Pünktchen haben die DVV-Männer wohl die Olympischen Spiele in Rio verpasst. Das 2:3 gegen Weltmeister Polen im Halbfinale der europäischen Olympia-Qualifikation in Berlin bedeutete das Aus, die zweite Qualifikationschance beim Achterturnier in Japan im Mai/Juni nehmen nun Europameister Frankreich und Weltmeister Polen wahr. Das deutsche Team ließ den frustrierenden 10. Januar mit einem gemeinsamen Abendessen und an der Hotelbar ausklingen.

Das Olympiaticket sicherte sich – etwas überraschend – Olympiasieger Russland durch ein 3:1 gegen Europameister Frankreich. Für das deutsche Team war es kein Trost, dass mit Marcus Böhme und Denis Kaliberda zwei DVV-Stars von der Jury in die „Mannschaft des Turniers“ gewählt wurden. Weitere Mitglieder dieses Teams waren Benjamin Toniutti (Zuspieler), Earvin Ngapeth (Außenangreifer), Jenia Grebennikov (Libero, alle Frankreich), Matheusz Bieniek (Mittelblock, Polen), Maxim Mikhaylov (Diagonalspieler) und Sergey Tetyukhin (MVP, Russland).

Bundestrainer Vital Heynen, DVV-Präsident Thomas Krohne und Georg Grozer hatten bereits in der Kabine emotionale Ansprachen gehalten, es flossen bei allen reichlich Tränen. Anschließend ging es ins Hotel Wyndham Garden. Nach dem Abendessen verabschiedeten sich bereits die ersten Spieler wie Georg Grozer, Christian Fromm, Denis Kaliberda und Christian Dünnes. Die anderen Akteure und Vital Heynen saßen noch bis weit nach Mitternacht mit den Mitarbeitern der DVV-/DVS-Geschäftsstelle an der Hotelbar und ließen das Turnier Revue passieren.

Viel Zeit zum Nachdenken und -trauern haben sie nicht. Bereits am Mittwoch sind fast alle Nationalspieler wieder gefordert: Grozer in Südkorea, Markus Steuerwald in Paris, Lukas Kampa in Radom („wir haben die Pflicht, für unsere Vereine alles zu geben!“) oder die Spieler in der Volleyball Bundesliga. Heynen hatte bereits im Hotel wieder den Laptop angeworfen und sich Videos der kommenden Gegner seines Klubs Tours angeguckt…

Wie geht es mit den DVV-Männern weiter? Nach den Spielzeiten in den Ligen trifft sich die Nationalmannschaft Ende Mai, um die World League im Juni/Juli vorzubereiten. Deutschland spielt in der Gruppe drei in zwei Vorrundenturnieren gegen Mexiko, Spanien und Montenegro (17.-19. Juni) sowie Slowenien, Puerto Rico und Katar (24.-26. Juni). Das Finalturnier der besten vier (von zwölf) Teams findet vom 1.-3. Juli statt. Im September steht als zweite Pflicht-Veranstaltung die EM-Qualifikation auf dem Programm. Gegner in zwei Viererturnieren sind dann Montenegro, Spanien und ein dritter noch zu ermittelnder Gegner. Die Turniere steigen in Montenegro (15.-18. September) und Spanien (22.-25. September).

Dazwischen sind die Olympischen Spiele in Rio (5.-21. August). Seit gestern steht die bittere Erkenntnis fest: Ohne die deutschen Volleyballer, die in dieser Zeit zumindest Urlaub machen können.

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Hinweis: Dies ist ein aktueller Bericht vom 11.01.2016!



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