GOlympia (M): DVV-Männer mit gutem Auftakt – 3:0 gegen Belgien

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Foto Conny Kurth: Jubel nach dem ersten Sieg in Berlin.

Die DVV-Männer sind erfolgreich in die europäische Olympia-Qualifikation in Berlin gestartet: Vor 3300 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle siegte das Team von Bundestrainer Vital Heynen 3:0 (28-26, 25-19, 26-24) gegen Belgien und hat den ersten Schritt in Richtung Halbfinale getätigt. Punktbeste Spieler waren Georg Grozer (19) und Christian Fromm (11). Bereits am 6. Januar(18.00 Uhr, live bei SPORT1 im Free-TV sowie online bei Laola1.tv und sportdeutschland.tv) folgt der zweite deutsche Auftritt, dann gegen Serbien.

Unter den Augen der verletzten Jochen Schöps und Robert Kromm sowie Beach-Nationalspieler Kay Matysik lief die deutsche Mannschaft im ersten Satz stets einem Rückstand hinterher. Die Belgier zeigten ein variables Aufschlag- und Angriffsspiel und packten immer wieder erfolgreich im Block zu. Bei der deutschen Mannschaft hielt vor allem Super-Star Georg Grozer und der früh eingewechselte Christian Fromm dagegen, Grozer machte alleine im ersten Satz neun Punkte. Nachdem Kampa den ersten Satz mit dem dritten Satzball per Ass beendete, war der Bann gebrochen. Im zweiten Satz agierte die DVV-Auswahl souveräner, profitierte von einem 5:0-Blitzstart und hielt den wahrlich nicht schwachen Gegner in Schach. Satz drei war eine Kopie des ersten Satzes: Belgien bestimmt die Partie, die deutsche Mannschaft holte einen Fünf-Punkte-Rückstand auf und nutzte den zweiten Matchball zum umjubelten Sieg.


Foto Conny Kurth: Schwerstarbeit für Libero Markus Steuerwald und die DVV-Männer im ersten und dritten Satz.

Startformationen
Deutschland: Lukas Kampa, Georg Grozer, Denis Kaliberda, Sebastian Schwarz, Marcus Böhme, Philipp Collin, Markus Steuerwald
Belgien: Matthias Valkiers, Gert van Walle, Sam Deroo, Tomas Rousseaux, Pieter Verhees, Simon van de Voorde, Jelle Ribbens

Die Belgier erwischten mit zwei Blockpunkten (gegen Böhme und Kaliberda) den besseren Start und zeigten sich von Beginn an hellwach (3-6). Das deutsche Team ließ sich davon nicht einschüchtern und glich nach einem Kaliberda-Ass aus (8-8). Aber der belgische Konter in Form von starken Aufschlägen (Verhees) folgte prompt. Nach einem zweiten Block gegen Schwarz nahm Heynen seine erste Auszeit (9-13). Als der deutsche Außenangreifer zum dritten Mal in Serie am belgischen Block scheiterte, kam Christian Fromm aufs Feld. Das zeigte Wirkung: Fromm punktete im Angriff und zeigte im Aufschlag und Abwehr seine Qualitäten – Grozer erledigte den Rest im Angriff (15-15). Die Führung sollte aber nicht gelingen, dazu agierten die Belgier zu clever und gut, vor allem der Block stand ausgezeichnet (20-22). Doch Deutschland hatte den „Hammerschorsch“, der sein Team im Spiel hielt. Als Kaliberda aus der Abwehr mit viel Geschick den belgischen Block anschlug, übernahm Deutschland passend erstmals die Führung (24-23). Die Belgier konterten erneut, erspielten sich auch einen Satzball, doch der Satz blieb zu Hause. Kampa verwertete per Ass den dritten Satzball.
Blitzstart für die deutsche Mannschaft in Durchgang zwei: Collin im Aufschlag, Grozer im Block und Fromm im Angriff sorgten für die ersten fünf Punkte (5-0). Die Belgier fanden anschließend wieder besser in die Partie und verkürzten bis auf zwei Punkte (13-11). Doch der starke Fromm stellte den Start-Vorsprung per Ass wieder her (16-11), die Vorentscheidung in diesem zweiten Satz. Souverän wurden die letzten Punkte „heruntergespielt“ und die 2:0-Satzführung hergestellt.


Foto Conny Kurth: Nicht zu halten für die Belgier: Georg Grozer führte die deutsche Mannschaft zum Sieg gegen Belgien.

Tille blieb als Libero auf dem Feld, die Belgier fanden wieder in die Spur und führten bei der ersten technischen Auszeit (5-8). Das deutsche Aufschlag- und Angriffsspiel war in dieser Phase zu fehlerhaft, die Belgier bekamen „einfache“ Punkte und setzten sich ab (10-15). Heynen versuchte mit Spielerwechseln und taktischen Kniffen – Steuerwald wehrte ab, Tille nahm an – alles, und wieder klappte die Aufholjagd. Nach einem Angriffsfehler war der Ausgleich da (22-22), ein Kampa-Aufschlag brachte die erste Führung (23-22). Dann Matchball Nummer eins, den die Belgier noch abwehrten. Beim zweiten legte Grozer den Ball über den hohen Block ins Feld.

Spielfilm
1. Satz: 3-3, 3-6, 8-8, 9-12, 11-14 (Fromm für Schwarz), 13-15, 16-17 (Dünnes für Kampa, Steuerwald für Böhme), 16-18 (Kampa/Böhme zurück), 18-21, 20-22, 22-22, 24-23, 24-25, 26-25, 27-26
2. Satz: 4-0, 7-2, 10-6, 16-11, 17-12 (Tille für Steuerwald), 19-13, 22-17, 24-19 (Steuerwald/Dünnes für Grozer/Kampa)
3. Satz: 4-7, 8-11, 10-15, 11-15 (Steuerwald für Tille), 14-18, 16-21 (Strohbach für Kaliberda), 17-21 (Steuerwald für Böhme, Dünnes für Kampa), 19-21, 19-22 (Kampa/Böhme zurück), 22-22, 24-23, 24-24 (Kaliberda zurück), 25-24

Statistik GER-BEL

Stimmen zum Spiel
Vital Heynen: „Ich bin sehr glücklich. Wenn man schlecht spielt und 3:0 gewinnt, muss man sehr glücklich sein. Wir müssen und werden morgen gegen Serbien besser spielen.“

Georg Grozer: "Am Ende haben wir ein 3:0 geschafft - also ist die Welt in Ordnung. Aber wir müssen im Kopf klarer werden. Immer, wenn wir zurück lagen, haben wir plötzlich angefangen, Volleyball zu spielen. Wir müssen als Mannschaft besser agieren und freier werden. Gegen Serbien und Polen wird es wesentlich härter als gegen die starken Belgier."

Christian Fromm: "Ich bin froh, dass wir das in drei Sätzen über die Bühne gebracht haben. Wir waren in den entscheidenden Momenten die bessere Mannschaft, das gibt Selbstvertrauen. Das war ein wichtiger erster Schritt, aber wir müssen uns noch steigern. Wir haben wirklich nicht perfekt gespielt, da ist noch viel Luft nach oben."

Lukas Kampa: "Wir können uns noch verbessern. Knackpunkt war, dass wir den ersten Satz noch gedreht haben. Wir haben etwas zittrig angefangen, müssen unser Selbstbewusstsein noch finden und uns von den Zuschauern noch mehr pushen lassen. Natürlich kommen jetzt Teams, die uns noch mehr abfordern werden. Jetzt liegt der Fokus auf Serbien."

Marcus Böhme: "Im ersten Satz hatten wir gut zu tun. Die Belgier waren gut und hatten viel Ballkontrolle. Im dritten Satz haben wir uns dann schwer getan. Am Ende war auch ein bisschen Glück dabei. Ich hoffe, dass es so weitergeht."

Tomas Rousseaux (Spieler BEL): "Ich bin sehr enttäuscht, es ist frustrierend zwei Sätze zu verlieren wie heute. Wir haben im ersten und dritten Satz richtig gute Dinge gemacht und hätten beide gewinnen müssen, aber am Ende haben wir die Fehler gemacht. Wir haben nun einen freien Tag, um uns auf die Spiele zu fokussieren. Wir haben immer noch Chancen, aber dann sollten wir nicht solche Gelegenheiten vergeben."


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Alle Infos zur Olympia-Qualifikation der Männer in Berlin www.GOlympia.org

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Hinweis: Dies ist ein aktueller Bericht vom 05.01.2016!



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