
Foto FIVB: Strahlen mit dem Wetter um die Wette: Laura Ludwig (links) und Sara Goller nach Platz drei in Klagenfurt.
Mit einem klaren 2:0 (21:15, 23:21) holten sich Goller/Ludwig den Sieg im kleinen Finale gegen die Österreicherinnen Hansel/Montagnolli. Es war in dieser Saison der vierte Podestplatz auf der World Tour.
Absolute Gänsehautatmosphäre vor dem Spiel auf dem vollbesetzten Center Court: Die Klagenfurter Organisatoren machten auch dieses Jahr ihrem Ruf, sich jedes Jahr neue Highlights einfallen zu lassen, alle Ehre. So intonierten die Zuschauer 4 Minuten lang die "inoffizielle Nationalhymne", das Lied "I am from Austria". „Eine schöne, coole Idee“ sei es gewesen, meinte Laura Ludwig nach dem Match und sie verneint etwaige dadurch entstandene Nervosität.
Dennoch brauchten die Deutschen bis zum 7:6, bis sie erstmals in Führung gehen konnten. Dann allerdings war der Angriffswirbel von Goller/Ludwig nicht aufzuhalten und sie gewannen den ersten Durchgang klar.
Der zweite Satz war eine enge Angelegenheit. Die Lokalmatadorinnen wollten sich vor dem unglaublichen Publikum nicht so leicht abfertigen lassen. Hansel/Montagnolli ackerten, den Deutschen unterlief der eine oder andere Fehler und Laura Ludwig stellte fest: „Die können eben einfach auch richtig gut Volleyball spielen!“ Trotzdem konnte das „Heimteam“ seinen Satzball beim 20:19 nicht nutzen. Goller/Ludwig machten es besser, konterten eiskalt und holten sich den Satz zum 23:21. Damit konnten sie den dritten Platz feiern, können sich über 640 Weltranglistenpunkte und 23.000 US Dollar freuen.
Für Laura Ludwig war es „ein richtig gutes Turnier. Letztes Jahr sind wir noch an den Österreicherinnen zerbrochen, dieses Jahr kam es zur Revanche.“ Doch nicht nur das stimmt die Deutsche versöhnlich: „Nach dem sehr schweren und kräftezehrenden Halbfinale haben wir uns noch einmal gut motivieren können. Zudem haben wir das ganze Turnier über einen sehr guten Sideout gespielt und waren insgesamt sehr konstant.“ Die kommenden Höhepunkte sind „auf jeden Fall die natürlich die Europameisterschaft bei uns zuhause in Berlin. Dann ist wie immer die Deutsche Meisterschaft am Timmendorfer Strand ein Highlight. Davor steht aber nächstes Wochenende das letzte Grand Slam Turnier in Polen auf dem Programm, bei dem wir dann auch endlich mal gewinnen wollen!“
Im Männer-Turnier belegten Jonathan Erdmann/Kay Matysik einen guten neunten Platz. Gegen die Brasilianer Emanuel/Alison ereilte sie mit 0:2 (13-21, 19-21) das Aus.