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Interview der Woche: Eric Koreng: „Haben definitiv noch an einen Turniersieg geglaubt“

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Foto FIVB: Triumphzug in Stavanger: Eric Koreng mit Goldmedaille, Sekt und Schwert.

Am 4. Juli um 17.11 Uhr Ortszeit war es soweit: David Klemperer & Eric Koreng rissen die Arme hoch und bejubelten ihren ersten internationalen Turniersieg. Und das beim Grand Slam in Stavanger/NOR. Wie der Weg dorthin verlief, wie die Gefühlslage war und ob dies einen Schub für die EM in Berlin (11. bis 15. August) gibt, verrät Eric Koreng im Interview der Woche.

Schön, dass Sie so aufmerksam die DVV-Homepage lesen…
Koreng: „Na klar, warum?“

Dort stand im Vorfeld des Turniers von Stavanger: „Nach dem Ausfall von Brink/Reckermann müssen die anderen Teams in die Bresche springen“…
Koreng: „Hat doch gut geklappt...“

In Stavanger gelang Klemperer/Koreng der erste Sieg auf der World Tour überhaupt. Wie kam es dazu?
Koreng: „Seven in a row! 7 Spiele, 7 Siege! Wir haben uns im Turnierverlauf von Spiel zu Spiel gesteigert und konnten das Finalspiel genießen. Vor so einer tollen und vor allem sehr fairen Kulisse habe ich selten gespielt. Das ist in Stavanger schon immer so gewesen und macht deshalb das Turnier so attraktiv.“

Im Halbfinale wurden die Olympiasieger Rogers/Dalhausser (USA) bezwungen. Es war im sechsten Vergleich nach zuvor meist deutlichen Niederlagen der erste Sieg. Was waren die Gründe?
Koreng: „Mal abgesehen davon, dass wir bisher noch keinen Satz gegen Rogers/Dalhausser gewonnen hatten, ist es sehr schwer, den Beiden zwei Sätze hintereinander abzunehmen. Im 3. Satz haben wir noch einmal alles reingelegt, und es hat mit dem ersten Sieg geklappt. Warum es nun gerade dieses mal geklappt hat, ist schwer zu sagen. Vielleicht haben uns die Beiden nach Ihren Siegen ein bisschen zu leicht genommen.“

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Foto FIVB: Erstmalig bezwang Koreng (rechts) den "Beach-Giganten" Phil Dalhausser (USA).

War danach das Selbstbewusstsein so groß, dass Sie im Finale dem Überraschungsteam aus Norwegen, Skarlund/Spinnangr, keine Chance ließen?
Koreng: „Die Beiden haben bis ins Finale ein unglaubliches Turnier gespielt. Dann war für sie vielleicht die Luft ein wenig raus. Wir haben unsere Leistung aus den vorherigen Spielen bestätigen können. Ich muss an dieser Stelle noch einmal betonen, wie - ich muss das Wort benutzen - geil die Atmosphäre auf den Center Court war. Als wir und natürlich ganz besonders die beiden Norweger vorgestellt worden sind, haben die Leute alles aus sich herausgeholt und geschrien, geklatscht und angefeuert. Das war schon ein Highlight!“

Es war im 109. (Klemperer) bzw. 78. (Koreng) internationalen Turnier (das 56. gemeinsame) der erste Turniersieg. Hatten Sie daran überhaupt noch geglaubt?
Koreng: „Definitiv!“

Zuvor hatte es mit Platz 25 in Moskau und Platz 17 in Prag unbekannte Rückschläge gegeben. Wie sind Sie damit umgegangen, was passierte danach?
Koreng: „Nach unseren beiden schlechtesten gemeinsamen Platzierungen haben wir uns als Team zusammengesetzt und an ein paar "Schrauben" gedreht. Das beinhaltete technisch-taktische Elemente.“

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Foto FIVB: Klemperer/Koreng (vorne) sind bekannt dafür, dass sie immer alles geben. Im Finale traf dies auch für die untelegenen Norweger zu wie dieses Bild eindrucksvoll zeigt.

Eine Woche später unterstrichen Sie mit Platz zwei in Gstaad, dass der Sieg keine Eintagsfliege war. Sind Klemperer/Koreng wieder voll da?
Koreng: „Es war kein schönes Gefühl mit Platz 25 und 17 nach Hause zu fahren, und natürlich waren wir unzufrieden. Aber als Team zeichnet es sich aus, gemeinsam durch kleine "Mini-Krisen" zu gehen und wieder voll anzugreifen. Das haben wir gemacht, und es hat wunderbar geklappt! Insgesamt ist die Situation in der Weltspitze mittlerweile so, dass viele Teams eng auf einem Level spielen können. Da ist es für alle Teams schwierig sich festzusetzen. Umso schöner waren unsere zwei Finalspiele in Serie.“

Was bedeuten die Leistungen und Platzierungen im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt, die Beach-EM in Berlin vom 11. bis 15. August?
Koreng: „Bei der EM werden die Karten wieder neu gemischt. Wir haben in Europa so viele starke Teams. Da zählt nicht mehr, was vorher war.“

Nach dem ersten Turniersieg auf der World Tour wäre ein Sieg und die Goldmedaille bei einem europäischen Event doch eine nette Zugabe, oder?
Koreng: „Stimmt.“

Wer sind die härtesten Gegner in Berlin?
Koreng: „Neben Brink/Reckermann die Spanier, Holländer und Polen.“

Rechnen Sie mit den Weltmeistern in Berlin?
Koreng: „Ich hoffe doch! Sie gehören als Aushängeschild des deutschen Beach-Volleyballs und als Weltmeister einfach dazu. Allerdings müssen die Beiden auf Ihren gesundheitlichen Zustand aufpassen, um nicht für die EM eine erneute Verletzung zu riskieren.“

Als aufmerksamer Leser der DVV-Homepage: Wie sollte die Titelzeile nach der EM lauten?
Koreng: „Deutsche Teams dominierten die EM! Medaillensegen für deutsche Teams!“

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Foto FIVB: Jubeln David Klemperer (rechts) und Eric Koreng auch in Berlin bei der EM?

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