
Foto FIVB: DVV-Zuspielerin Kathleen Weiß in Aktion. Ab dem zweiten Satz konnte sie nicht mehr so wie gewünscht die Bälle verteilen.
Die DVV-Frauen haben auch das zweite Länderspiel gegen Olympiasieger Brasilien verloren: In Belo Horizonte musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti 0:3 (21-25, 17-25, 15-25) geschlagen geben, nachdem tags zuvor zumindest ein Satzgewinn gefeiert werden konnte. Punktbeste Spielerinnen im zweiten Spiel waren Margareta Kozuch (10) und Corina Ssuschke (7) auf deutscher sowie Sheilla (12) und Thaisa (11) auf brasilianischer Seite.
Guidetti ließ die gleiche Startformation wie im ersten Vergleich beginnen: Kathleen Weiß übernahm das Zuspiel, Margarate Kozuch agierte auf der Diagonalposition, Corina Ssuschke und Nadja Schaus besetzten den Mittelblock, Heike Beier und Maren Brinker griffen über außen an, Kerstin Tzscherlich übernahm den Libero-Part. Brasiliens Trainer Ze Roberto stellte mit fünf Olympiasiegerinnen (Mari, Sheilla, Paula, Fabiana und Fabi) dazu Dani und Thaisa seine aktuell beste Formation dagegen.
Im ersten Satz entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der das deutsche Team mit dem Weltranglisten-1. mithalten konnte. Ab dem zweiten Satz zog der Top-Favorit für die WM jedoch die Zügel an, und das deutsche Team konnte nicht mehr genügend dagegen halten. „Wir haben einen guten ersten Satz gespielt, danach wurde jedoch die Annahme der Brasilianerinnen so gut, dass wir im Block keine Chance mehr hatten. Wir haben nach guter Annahme gut angegriffen, aus schlechter Annahme und der Abwehr haben wir jedoch zu viele Fehler gemacht. Und wenn wir nicht 150% gegen eine Mannschaft wie Brasilien spielen, dann ist es super schwierig für uns.“
Dennoch bewertet der italienische Bundestrainer die Reise nach Brasilien als sehr wertvoll für seine Spielerinnen und sich: „Die zwei Trainingsspiele und zwei Länderspiele waren sehr gut und wichtig für uns. Ich habe jetzt Klarheit über die Mannschaft, die den Grand Prix spielt. Alle Spielerinnen haben in den vier Spielen viel gelernt und einen Schritt nach vorne gemacht. Es ist ein anderes Niveau als beim Turnier in Russland davor.“
Nach einem freien Tag trainiert die deutsche Mannschaft noch drei Tage im brasilianischen Trainingszentrum Saquarema (Guidetti: „Das Trainingszentrum in Saquarema ist sensationell“), am 25. Juli erfolgt der Rückflug über Madrid nach Berlin. Nach drei Tagen Pause trifft sich die Mannschaft in Dippoldiswalde, wo zwei Partien (31. Juli um 19.30 Uhr und 1. August um 15.30 Uhr) gegen die Dominikanische Republik anstehen. „In Dippoldiswalde wollen wir die gute Vorbereitung fortsetzen, damit wir den Grand Prix so gut anfangen wie möglich“, so der Bundestrainer.
Der diesjährige Grand Prix beginnt für die DVV-Auswahl mit dem ersten Vorrunden-Wochenende in Danzig/Polen (6.-8. August) gegen Polen, die USA und die Dominikanische Republik. Es folgen die Vorrunden-Wochenenden in Okayama/Japan (13.-15. August) mit Spielen gegen Japan, Polen und Taiwan sowie in Hongkong/China (20.-22. August) mit Partien gegen China, die USA und Thailand. Trotz des Ausfalls von Christiane Fürst gibt Guidetti als Ziel das Erreichen der Finalrunde der besten sechs Teams (25. bis 29. August in Ningbo/China) vor.
Der deutsche Kader für die Brasilien-Reise: Lenka Dürr, Tatjana Zautys (Rote Raben Vilsbiburg), Denise Hanke, Lisa Thomsen, Anja Brandt, Nadja Schaus (Schweriner SC), Kathleen Weiß (Perugia/ITA), Kerstin Tzscherlich, Saskia Hippe (Dresdner SC), Corina Ssuschke (Prostejov/CZE), Anne Matthes (Forli/ITA), Heike Beier (St. Petersburg/RUS), Margareta Kozuch (Odintsovo/RUS), Maren Brinker (Allianz Volley Stuttgart)
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