
Foto Eckhard Herfet: Der SCC Berlin (hinten mit Salvador Hidalgo) gewann gegen Ankara das Hinspiel 3:2.
Dresden hat es geschafft, Schwerin nicht – so fällt das kurze Fazit des spannenden Europapokal-Mittwochs aus. Der SCC Berlin und Jochen Schöps (Odintsovo/RUS) gewannen ihre Viertelfinal-Hinspiele 3:2 und dürfen zumindest von dem Erreichen der Finalrunde träumen.
Der Dresdner SC hat nach dem Erreichen des DVV-Pokalfinals ein weiteres großes Finale erreicht: Der Bundesligist setzte sich im Viertelfinale des europäischen Challenge Cup 3:1 (25-21, 26-28, 25-22, 25-14) bei Istres/FRA durch und qualifizierte sich somit für das Finalturnier der besten vier Mannschaften. Bereits nach dem ersten Satz stand fest, dass Dresden abermals in einer europäischen Finalrunde steht, nach dem 3:0-Hinspielerfolg reichte ein Satzgewinn. Die Finalrunde, die möglicherweise in Dresden ist, haben zudem Kieldrecht/BEL und Wroclaw/POL erreicht, der vierte Teilnehmer dürfte mit einiger Sicherheit Istanbul/TUR heißen.
Schwerin musste aus dem Hinspiel eine 2:3-Niederlage gegen Arsizio/ITA wettmachen. 3.280 Zuschauer sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse, die nach dem 1:1-Satzausgleich deutlich hörbar war. Im dritten Satz fiel die Vorentscheidung: Schwerin hatte beim 24:23 einen Satzball, doch die Italienerinnen konterten und machten drei Zähler in Serie. Nachdem der Sechste der italienischen Liga auch den vierten Satz gewann (17-25, 25-19, 24-26, 18-25), war das Aus besiegelt, Schwerins Trainer Tore Aleksandersen meinte: „Es war sehr schwer, gegen dieses starke Team zu spielen. Wir sind gut gestartet, wir konnten aber den Druck nicht das ganze Spiel aufrecht halten. Wir haben alles versucht, aber die Italienerinnen waren etwas besser als wir.“ Neben Arsizio stehen Baku/AZE und Belgrad/SRB als Finalrundenteilnehmer fest, der vierte dürfte Ektaterinenburg/RUS sein.
Der SCC Berlin darf nach dem 3:2 (25-23, 23-25, 22-25, 25-20, 15-11) gegen Ankara/TUR auf das Erreichen des Finalturniers im Challenge Cup hoffen. Der Tabellen-Vierte der Bundesliga drehte einen 1:2-Rückstand und kann mit einem Kraftakt den Sprung unter die besten vier Teams schaffen. Stefan Hübner (Perugia/ITA) spielt erst am 25. Februar das Viertelfinal-Hinspiel. Gegner ist Lennik/BEL.
Ebenfalls nach fünf Sätzen jubelte Jochen Schöps. Der deutsche Nationalspieler in Diensten des russischen Profiklubs Odintsovo gewann 3:2 (23-25, 25-19, 23-25, 25-18, 9-15) beim französischen Tabellenführer Tours und kann somit vor eigenem Publikum alles klar machen.