Die teilnehmenden Teams

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Foto CEV: Jubelt das deutsche Team am Ende der Tage von Ankara?

Die 22-er Liste der acht teilnehmenden Teams

Gruppe A

Deutschland (Weltranglisten-11./Europaranglisten-5.): Nach einem durchwachsenen Jahr 2015 mit Platz fünf als bester Platzierung bei EM und European Games wollen die DVV-Frauen unter Führung von Felix Koslowski wieder ihr „schönes“ und erfolgreiches Gesicht zeigen. Kampf um jeden Ball und aggressiv in allen Elementen – so wurde der verschworene Haufen 2011 und 2013 Vize-Europameister, nur so kann das „Wunder von Ankara“ klappen. Auf wen Koslowski und sein Co-Trainer Andreas Vollmer bei der Qualifikation setzen, steht noch nicht fest.

Kroatien (Weltranglisten-21./Europaranglisten-9.): Kroatien ist immer ein gefährlicher Gegner. Allein die individuelle Klasse von Spielerinnen wie Mittelblockerin Maja Poljak (Eczacibasi Istanbul/TUR), Diagonalangreiferin Samanta Fabris (Novara/ITA) oder den Außenangreiferinnen Sennsa Usic (Shanghai/CHN) und Mira Topic (Wroclaw/POL) sorgt dafür, dass hohes Niveau im Angriff und Block garantiert ist. Wenn dann noch die bisweilen wackelige Annahme stabil steht, kann Kroatien für Überraschungen sorgen. Bei der EM siegte das Team beispielsweise gegen Bulgarien und Russland.

Niederlande (Weltranglisten-14./Europaranglisten-6.): Die Niederlande haben nach der Verpflichtung von Ex-Bundestrainer Giovanni Guidetti einen Schub bekommen. Groß und athletisch waren die Spielerinnen schon immer, nun spielen sie auch technisch-taktisch auf einem anderen Level. Mit Diagonalangreiferin Lonneke Sloetjes, Außenangreiferin Anne Buijs und Mittelblockerin Robin de Kruijf hat Guidetti die Stützen auch bei sich im Verein (Vakifbank Istanbul/TUR) und kann somit die Qualifikation gut vorbereiten. Nach EM-Silber im eigenen Land soll nun der Sprung nach Rio gelingen.

Türkei (Weltranglisten-10./Europaranglisten-4.): Dank des Heimvorteils ist die Türkei sicherlich der Favorit in Gruppe A. Felix Koslowski sagt: „Die Türkei zu Hause ist eine richtige Macht. Die kratzen noch 10 bis 20 Prozent extra raus mit ihrer Euphorie und dem Publikum. Die werden alles tun, um das Turnier zu gewinnen, nicht nur auf, sondern auch neben dem Feld.“ Sportlich profitieren die Türkinnen seit Jahren davon, dass sie die stärksten Ausländerinnen der Welt in der Liga haben. Dadurch verbessern sich automatisch auch die einheimischen Spielerinnen, die nach der ersten Olympia-Teilnahme 2012 zu Recht von Rio 2016 träumen. Zumal sich die Türkinnen das Ticket vor vier Jahren beim identischen Turnier in der Heimat sicherten.

Gruppe B


Belgien (Weltranglisten-15./Europaranglisten-7.): Die sympathischen Belgierinnen hatten 2013 ihre Sternstunde, als sie bei der EM in Deutschland & in der Schweiz EM-Bronze gewannen. Doch oben zu bleiben, ist noch schwerer als nach oben zu kommen. Diese Weisheit traf auch auf die Belgierinnen zu, die seitdem nicht mehr so befreit und locker wirken und definitiv nicht mehr so erfolgreich sind. Bei der Heim-EM scheiterte die Mannschaft von Trainer Gerd van de Broek nach starkem Spiel an Serbien.

Italien (Weltranglisten-8./Europaranglisten-2.): Überraschend deutlich mussten sich die Italienerinnen bei der EM den Niederländerinnen in der Vorrunde geschlagen geben. Überraschend deshalb, weil die Italienerinnen eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Kräften besitzen, die allesamt sehr spielstark sind. Das zeigte das Team auch im EM-Viertelfinale, in dem es gegen den späteren Europameister Russland knapp 1:3 unterlag. Angeführt wird das Team von Zuspiel-Legende Eleonora Lo Bianco, wichtigste Angreiferin ist die über zwei Meter große Diagonalspielerin Valentina Diouf.


Foto CEV: Sie soll Polen nach Rio führen: Super-Star Katarzyna Skowronska-Dolata.

Polen (Weltranglisten-25./Europaranglisten-8.): Polen versucht immer noch an die Glanzzeiten von 2003 und 2005 anzuknüpfen, als das Team zweimal den EM-Titel gewinnen konnte. Die Hoffnungen ruhen auf Außenangreiferin Katarzyna Skowronska-Dolata, die bei den damaligen Triumphen bereits dabei war. Bei der EM scheiterte das Team zweimal an den Niederlanden und einmal an Italien, Teams, die bei der Olympia-Qualifikation Gegner sind bzw. sein könnten. 2008 und 2012 erreichten die Polinnen jeweils das Finale, unterlagen dort Russland bzw. der Türkei.

Russland (Weltranglisten-4./Europaranglisten-1.): Russland ist klarer Top-Favorit auf den Turniersieg und das damit verbundene Ticket zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. So, wie die Russinnen bei der EM ihre Gegner dominierten, ist es schwer vorstellbar, dass Rio ohne Europas Beste über die Bühne geht. Dazu müssten die gegnerischen Teams das Angriffs-Duo Tatiana Kosheleva und Natalia Obmochaeva dauerhaft in den Griff bekommen, ein nahezu unmögliches Unterfangen.



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