Bundestrainer Vital Heynen

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Foto Conny Kurth

Geburtsdatum: 12.06.1969
Geburtsort: Maaseik/BEL
Familienstand: verheiratet, 3 Kinder
Hobby: Volleyball
Größe: 1,91 m
Nationaltrainer: seit Februar 2012

Trainerlaufbahn
2005 - 2006 Co-Trainer Noliko Maaseik/BEL
ab 2006 Chef-Trainer Noliko Maaseik/BEL
2011/2012 Technischer Direktor Netwerk STV Tilburg/NED
2010 Chef-Trainer des Beach-Duos Mouha/Vanbreedam (BEL)
2011 Chef-Trainer des Beach-Duos Mouha/Gielen (BEL)
ab Februar 2012 Bundestrainer
2012-2013 Ziraat Bankasi Ankara/TUR
2013-2014 Transfer Bydgoszcz/POL

Erfolge als Trainer
Belgischer Meister 2008, 2009, 2011, 2012
Belgischer Pokalsieger 2007, 2008, 2009, 2010, 2012
2. Platz Europapokal 2008 (CEV Cup)
3. Platz Europapokal 2010 (CEV Cup)
Belgischer Trainer des Jahres 2009, 2011
5. Platz World League 2012
5. Platz Olympische Spiele 2012
7. Platz World League 2013
6. Platz EM 2013 in Dänemark und Polen
3. Platz WM 2014 in Polen
1. Platz European Games 2015 in Baku/AZE

Vital Heynen ist seit Februar 2012 Bundestrainer der DVV-Männer. Der Belgier folgte auf Raúl Lozano, der u.a. aufgrund von Kommunikationsproblemen nicht weiter beschäftigt wurde.

Kommunikationsprobleme sind mit Vital Heynen nicht zu befürchten: Der 44-Jährige spricht vier Sprachen fließend (englisch, französisch, niederländisch und deutsch – Zitat Heynen: „Mein deutsch habe ich von der ARD-Sportschau“) und sprudelt regelrecht über, wenn er über sein Hobby und seinen Beruf spricht: Volleyball. Es scheint, als gäbe es nichts anderes für den 150-fachen ehemaligen belgischen Nationalspieler, auch wenn er verheiratet und dreifacher Familienvater ist.

Heynen war es als Spieler (u.a. neun Meisterschaften mit Maaseik) und ist es als Trainer gewohnt zu gewinnen: Auch mit der deutschen Mannschaft strebt er hohe Ziele an: „Ich will die Spieler besser machen und ihnen das Gefühl vermitteln, dass die Nationalmannschaft ihnen hilft. Das Gewinnen ist dann die Folge der guten Arbeit. Und wenn wir drei Jahre gut gearbeitet haben, davon bin ich überzeugt, dann kommt auch etwas heraus.“

Heynen war nicht nur in Deutschland als Trainer im Gespräch, auch sein Heimatland und die Tschechische Republik buhlten um ihn. Doch für Heynen war die Wahl keine Frage: „Bei der deutschen Mannschaft ist natürlich die sportliche Herausforderung größer. Viele Spieler sind zwischen 25 und 30 Jahren, sie spielen Wettbewerbe wie die World League und die Olympia-Qualifikation.“

Letztgenannter Wettbewerb war das große Ziel im Jahr 2012, aber auch darüber hinaus will Heynen die Mannschaft weiter entwickeln. Anders als frühere Trainer verfolgt er den Ansatz, dass auch die Spieler eine höhere Eigenverantwortung tragen: „Die Spieler müssen mitdenken, was sie machen wollen. Bei mir ist zunächst das Individuum wichtiger als die Mannschaft. Denn wenn das Individuum besser wird, wird auch die Mannschaft automatisch besser. Die Spieler sind das wichtigste Element der Nationalmannschaft, wichtiger als der oder die Trainer. Die konstante Verbesserung der Spieler ist das Ziel, egal ob physisch, mental, technisch oder taktisch. Der Spieler muss das Gefühl haben, dass er im Sommer etwas gelernt hat und gerne bei der Nationalmannschaft war, wenn er zu seinem Verein zurückkehrt.“

Und das hat in den vergangenen zwei Jahren hervorragend funktioniert: Zunächst gelang 2012 mit Platz fünf in der World League die beste Platzierung in dem Prestige trächtigen Wettbewerb der FIVB, anschließend wurde mit Platz fünf bei den Olympischen Spielen das beste Ergebnis einer deutschen Männer-Nationalmannschaft seit München 1972 (2. Platz der DDR) eingefahren. Und auch die Ränge sieben (World League) und sechs (EM) im Jahr 2013 können sich mehr als sehen lassen. 2014 wollte Heynen wieder angreifen und gab die forsche Parole aus: „2013 stand im Fokus, um neue Spieler an das Team heranzuführen. In diesem Jahr wollen wir etwas gewinnen!“ Der Mann hielt Wort: mit WM-Bronze gewann erstmals seit 44 Jahren eine deutsche Männer-Nationalmannschaft wieder eine WM-Medaille.

Doch damit endet die Erfolgsgeschichte nicht, denn die DVV-Männer siegten bei der Premiere der European Games souverän und peilen nun die dritte Olympia-Qualifikation in Folge in der Geschichte an. Unter Leitung Heynens scheint auch dies möglich.



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