Angelina Hübner (geb. Grün)

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Stand: 16.1.2013

Geburtsdatum: 02.12.79
Geburtsort: Duschanbe (Tadschikistan)
Größe: 1,85 m
Gewicht: 76 kg
Familienstand: verheiratet
Beruf: Volleyball-Profi, (abgeschlossenes Studium Sport-Management)
Hobby: Lesen, Telefonieren, Brunchen
Spitzname: "Grüni"
Position: Außenangreiferin
Anzahl der Länderspiele: 297
Verein: Rabita Baku/AZE
Bisherige Vereine: VC Borbeck, USC Münster, Volley Modena (ITA), Foppapedretti Bergamo (ITA), Vakifbank Günes Istanbul/TUR, Alemannia Aachen, Dinamo Moskau/RUS, Rabita Baku/AZE
Sportliche Erfolge:
1998 WM in Japan 13. Platz
1999 EM in Italien 4. Platz
2000 Olympische Spiele in Sydney 6. Platz
2000 Volleyballerin des Jahres
2001 Volleyballerin des Jahres
2001 EM in Bulgarien 9. Platz
2002 Italienische Pokalsiegerin
2002 Siegerin im CEV-Pokal
2002 Grand Prix 3. Platz
2002 WM in Deutschland 10. Platz
2002 Volleyballerin des Jahres
2003 EM in der Türkei 3. Platz
2003 Volleyballerin des Jahres
2004 Olympische Spiele in Athen 9.Platz
2004 Volleyballerin des Jahres
2004 Italienische Meisterin + Siegerin CEV-Pokal
2005 Siegerin der Champions League
2005 EM in Kroatien 11. Platz
2005 Volleyballerin des Jahres
2006 Italienische Meisterin + Pokalsiegerin
2006 WM in Japan 11. Platz
2006 Volleyballerin des Jahres
2007 Siegerin der Champions League und MVP
2007 EM in Belgien & Luxemburg 6. Platz
2007 Volleyballerin des Jahres
2008 Italienische Pokalsiegerin
2008 Volleyballerin des Jahres
2011 EM in Serbien 2. Platz und beste Annahmespielerin der EM
2011 Russische Pokalsiegerin


Angelina Hübner (geb. Grün) stammt aus einer sportlichen Familie. Ihre Eltern sind beide aktive Sportler, ihr Vater sogar ehemaliger Volleyball-Jugendnationalspieler. 1990 hat Hübner erst mit dem Volleyball begonnen, 7 Jahre später spielte sie bereits in der A-Nationalmannschaft, eine steile Karriere, die sich durch ihre Eigenschaften erklären lässt: „Ich bin sehr ehrgeizig und kämpferisch“, beschreibt die 33-Jährige ihre Haupttugenden.

Bei der WM´98 in Japan, ihrem ersten großen internationalen Turnier, zählte Hübner trotz ihrer erst 18 Jahre zu den Leistungsträgern und spielte in der Stammformation, die kläglich nach der Vorrunde ausschied – Grün war die einzige Gewinnerin.

Der Höhenflug setzte sich auch unter dem seit 1999 fungierenden Ex-Bundestrainer Hee Wan Lee fort, der sich stets auf „Grüni“ verlassen konnte. Und dies sowohl im Spiel, wo Hübner die Hauptlast im Angriff trägt, als auch im Bereich Kommunikation Trainer – Mannschaft. Hübner war lange Zeit Spielführerin und wichtige Ansprechpartnerin Lees. Trotz ihrer Erfolge ist Hübner dabei stets natürlich geblieben und allseits beliebt: Nicht nur in Italien, wo Hübner seit 2001 erfolgreich jährlich um Titel schmetterte, sondern auch bei den Volleyballfans. Die Wahl zur "Volleyballerin des Jahres 2000 - 2008" dokumentiert dies eindrucksvoll. Neun Mal den „Ritterschlag“ in Folge bekommen - dies ist noch nie einer deutschen Volleyballerin zuvor gelungen, selbst der deutsche „Mr. Volleyball“ Burkhard Sude hat gleiches „nur“ fünf Mal vollbracht (1980-1984).

Auch unter Giovanni Guidetti war Hübner wichtigste deutsche Spielerin und unterstrich ihren Wert bei der WM 2006 in Japan, als sie gleich in drei Kategorien (Punktesammlerin, Aufschlag und Block) zu den zehn besten Spielerinnen der WM zählte. Dies honorierten auch die weltbesten Trainer, die sie bei einer Umfrage der „Gazzetto dello Sport“ in die (inoffizielle) Welt-Auswahl 2006 beriefen. Der Höhenflug der besten deutschen Spielerin setzte sich auch zu Beginn des Jahres 2007 fort: Bei der Finalrunde der Champions League gewann Hübner mit ihrem Verein Bergamo die europäische Vereinskrone – Hübner überragte dabei im Finale und wurde als MVP, als wertvollste Spielerin, ausgezeichnet.

Unter der Führung Hübners sollte 2008 ein weiteres "Wunder" in Sachen Olympia-Qualifikation geschrieben werden. Doch dieses Mal griff die geheimnisvolle Magie nicht, das deutsche Team verpasste die Olympischen Spiele. Hübner legte danach eine Pause in der Nationalmannschaft ein und wechselte in die lukrative türkische Liga nach Istanbul.

Im Jahr 2009 blickte Hübner zufrieden auf eine einzigartige Volleyballkarriere zurück und suchte sich eine neue Herausforderung: Beach-Volleyball. In der Saison 2010 und 2011 ging sie zusammen mit Partnerin Rieke Brink-Abeler auch im Sand auf Punktejagd und erreichte bei den Deutschen Meisterschaften 2010 den vierten Platz. Im August 2011 trennte sich das Beach-Duo, weil die Zielsetzung unterschiedlich war. Das war das Glück von Guidetti und den DVV-Frauen, denn nun ist Hübner wieder eine der ihren. Nach einem kurzen Bundesliga-Intermezzo bei Alemannia Aachen wechselte sie im Dezember zum russischen Spitzenklub Dinamo Moskau, mit dem sie prompt den russischen Pokal gewann.

Nach der Heirat mit Stefan Hübner trägt "Grüni" in der Saison 2012/13 das Trikot von Rabita Baku. Und vielleicht und hoffentlich auch in der Nationalmannschaft bei der EM 2013.



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