Ferdinand Tille

Bild

Foto Conny Kurth

Allgemeine Infos
Geburtsdatum: 08.12.1988
Geburtsort: Mühldorf
Größe: 1,85m
Position: Libero
Länderspiele: 159
Verein: TSV Herrsching
Spitzname: Ferdl
Hobbys: Poker, Schlafen

Bisherige Stationen
TSV Mühldorf
2005 - 2006 VCO Kempfenhausen
2006 - 2011 Generali Haching
2011 - 2013 Arago de Séte (Frankreich)
2013 - 2014 Generali Haching
2014 - 2015 PGE Skra Belchatow (Polen)
seit 2015 TSV Herrsching

Sportliche Erfolge
DVV-Pokalsieger 2009, 2010, 2011
1. Platz European League 2009
6. Platz EM 2009
9. Platz World League 2010
8. Platz WM 2010
Wahl zum besten Libero bei der WM 2010
7. Platz World League 2013
6. Platz EM 2013
WM-Bronze 2014
Gold European Games 2015



Von den Junioren zu den Senioren. Dieser Sprung gilt in der Volleyball-Landschaft als sehr schwer und stellt sich bei so manchem Talent oftmals als Stolperstein heraus. Bei Ferdinand Tille war das nicht der Fall. Der quirlige Abwehrspieler wurde von Hachings Trainer Mihai Paduretu in der Saison 2006/07 in das „kalte Wasser“ Bundesliga geworfen und schwamm sich frei. Tille glänzte in Annahme und Abwehr und tat so, als wenn er schon jahrelang auf dem Niveau spielen würde.
Der Lohn folgte im Sommer 2008 mit der ersten Einladung zur Nationalmannschaft. Zwar war für die Olympischen Spiele in Peking der Zug mit den Liberos Markus Steuerwald und Thomas Kröger abgefahren, doch für London 2012 konnte sich Tille gut vorstellen, dabei zu sein.

Auch dank der Abwehr- und Annahmekünste Tilles spielte Haching 2008/09 und 209/10 die bislang stärksten Spielzeiten in der Vereinsgeschichte. Die Pokalsiege waren die ersten Titel für die Münchner, zudem wurde zweimal die Vizemeisterschaft errungen. In der Nationalmannschaft knüpfte Tille an die Vereins-Leistungen und –Erfolge an – der damals 20-Jährige spielte nach ersten Einsätzen im Jahr 2008, im Jahr darauf eine starke erste Saison in der Auswahl mit dem Sieg in der European League, Platz sechs bei der EM sowie den erfolgreichen Qualifikationen für WM und World League.

Doch damit nicht genug: Vorläufiger Höhepunkt in seiner bislang kometenhaften Karriere war die Weltmeisterschaft 2010 in Italien, als die deutsche Mannschaft mit Platz acht das beste Ergebnis seit 1974 erzielte und Tille als bester Libero des Turniers ausgezeichnet und mit 15.000 US Dollar prämiert wurde.

2011 erlebte Tille nach dem Höhenflug ein kleines „Tief“: Lange war er ohne Verein, und nach einer Daumenverletzung kam er nicht so richtig in Tritt. In der World League musste er Markus Steuerwald zumeist den Vortritt lassen. Doch dann half ihm das Pech eines anderen: Der Libero von Sete/Frankreich verletzte sich, Tille wurde für drei Monate verpflichtet. Und bei der Vor-Olympia-Qualifikation in Tourcoing stand Tille bravourös seinen Mann.

2012/13 lief Tille fest für Sete auf, da er vollauf überzeugt hatte. In der Nationalmannschaft gab es abermals ein spannendes Duell mit Markus Steuerwald, der von Heynen in 2012 bevorzugt wurde. Bei der EM 2013 und der WM-Qualifikation 2014 erhielt Tille den Vorzug, bei der mit Bronze endenden WM wechselten sich beide ab. 2014 lernte der Abwehrspezialist ein neues Land kennen, Tille schloss sich dem polnischen Meister Belchatow in der Weltmeisterliga an. Aber der erfolgsverwöhnte Klub konnte in den entscheidenden Spielen nicht zusetzen und blieb titellos. Der deutsche Libero verabschiedete sich nach nur einer Saison und baggert ab 2015 für die ehrgeizigen Bayern vom TSV Herrsching.

Stand 22.10.2015



Druckversion Beitrag weiterempfehlen

 
www.volleyball-bundesliga.de www.cev.lu www.fivb.org www.dosb.de www.sporthilfe.de
© 2016 Deutscher Volleyball-Verband Otto-Fleck-Schneise 8 60528 Frankfurt/Main Telefon 069 / 69 50 01 - 0 Fax -24 info@volleyball-verband.de