WADA Verbotsliste und Medikamente

Die Einnahme von Medikamenten zur Leistungssteigerung im Sport ist verboten. Der Grund für dieses Verbot ist, dass Medikamente Substanzen enthalten können, die nicht nur die Leistung steigern und damit dem Fair Play des Sports widersprechen, sondern dass diese Substanzen Nebenwirkungen aufweisen, die für den Menschen gesundheitsschädlich sind.

WADA-Verbotsliste

Die WADA veröffentlicht jedes Jahr eine Liste, auf der die verbotenen Substanzen und Methoden gelistet sind. Eine Substanz oder Methode wird immer nur dann auf die Verbotsliste genommen, wenn sie leistungssteigernd ist, die Gesundheit gefährdet und dem Fair Play-Geist des Sports widerspricht.
Die jeweils aktuelle WADA-Verbotsliste gilt vom 1. Januar bis 31. Dezember. Es ist zu empfehlen, eine neue Liste mit der alten zu vergleichen, da sich jährlich Änderungen ergeben. Die WADA informiert über Änderungen mithilfe den WADA-Summary Modifications.

Der offizielle Wortlaut der Verbotsliste wird von der WADA in englischer und französischer Sprache veröffentlicht. Bei Unstimmigkeiten zwischen der englischen und französischen Fassung ist die englische Fassung maßgebend. Der DVV empfiehlt zur Vermeidung von Fehlern oder Unklarheiten immer auch die englische Originalversion WADA - The Prohibited List zu Rate zu ziehen, da diese allein verbindlich ist.

Medikamentenanfragen

Ob ein Medikament eine verbotene Substanz enthält, sollten Sie immer mit Ihrem Arzt besprechen. Hilfestellung bietet die Nationale Anti Doping Agentur (NADA), die u. a. auch für Medikamentenanfragen zuständig ist. Mit der Einrichtung der Medikamentendatenbank "NADAmed" als onlinebasiertes System und der Beispielliste zulässiger Medikamente als Printprodukt ist es jederzeit möglich, schnell Auskunft über die Zulässigkeit eines bestimmten Präparates zu erhalten.

Sollte ein Medikament nicht aufgeführt sein, sind Anfragen direkt an das NADA-Ressort Medizin, E-Mail: medizin@nada.de zu richten.

Medizinische Ausnahmegenehmigung

Sollten Sie erkrankt, verletzt oder auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen sein, bedeutet das nicht unbedingt, dass Sie mit dem Sport aufhören müssen. Es ist aber unter allen Umständen erforderlich zu prüfen, ob eine medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) für die Anwendung Ihres Medikamentes zu beantragen ist. Wie das geht, erfahren Sie in der Rubrik Medizinische Ausnahmegenehmigung.

Wichtige Dokumente zum Download

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