DVV-Männer: Belgier Vital Heynen neuer Bundestrainer – Stefan Hübner und Ralph Bergmann Co-Trainer

Der Belgier Vital Heynen wird der neue Männer-Bundestrainer.

Der Belgier Vital Heynen soll die DVV-Männer zu den Olympischen Spielen nach London führen: Der 42-jährige ehemalige belgische Nationalspieler bekam vom DVV-Vorstand das Vertrauen geschenkt und tritt die Nachfolge von Raúl Lozano an. Ihm zur Seite stehen mit den Co-Trainern Stefan Hübner und Ralph Bergmann zwei erfahrene ehemalige Mittelblocker und deutsche Nationalspieler (245 bzw. 225 Länderspiele).

Heynen ist ein „Volleyball-Verrückter“, der auch Volleyball als sein einziges Hobby angibt. Aktuell ist er Trainer des belgischen Abonnementmeisters Noliko Maaseik, für das er seit 2006 verantwortlich ist. Zudem fungiert er noch als technischer Direktor des STV Tilburg, einem „Farm-Team“ Maaseiks in der höchsten niederländischen Liga. Und auch im Beach-Bereich ist er aktiv und seit 2010 für das beste belgische Frauen-Duo Mouha/Gielen verantwortlich.
Mit Maaseik gewann er seit seinem Amtsantritt drei Meistertitel und fünf Pokalsiege. Auch in der Champions League ist Maaseik stets mit dabei und erreichte in den vergangenen Jahren regelmäßig die Ko-Runde. Vor seiner Trainertätigkeit war Heynen ein Jahrzehnt für Maaseik als Zuspieler am Netz. Unter seiner Regie wurden zehn Meisterschaften, neun Pokalsiege und zweimal das Finale der Champions League erreicht. 2004 wurde er als bester Zuspieler der Champions League ausgezeichnet, natürlich war er auch Zuspieler der belgischen Nationalmannschaft (über 150 Länderspiele). Sein neuer Co-Trainer Ralph Bergmann kennt ihn aus der gemeinsamen Spielzeit 2004/05.

Der dreifache Familienvater Heynen, der deutsch, englisch, französisch und niederländisch fließend spricht, meint zu seiner neuen Tätigkeit: „Die deutsche Mannschaft hat ein sehr hohes Potenzial. Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und bin sehr froh, dass sich mir diese Möglichkeit bietet. Ich möchte so schnell wie möglich anfangen und werde versuchen, das Team besser zu machen.“ Zwar gehen die belgischen Play-offs maximal bis Ende April, doch Heynen plant zweigleisig mit seinem Vereinsteam und den DVV-Männern.

DVV-Präsident Werner von Moltke ist vom Erfolg und der Entscheidung des Vorstands überzeugt: „Wir sind überzeugt davon, dass wir mit Vital Heynen, Stefan Hübner und Ralph Bergmann ein Trio präsentieren, das enorm viel Sachverstand hat sowie Anerkennung und Vertrauen genießt. Erstes Ziel ist natürlich die Qualifikation für London, aber auch darüber hinaus sind wir der Meinung, dass die Drei die Richtigen für die Zukunft sind.“

Kapitän Björn Andrae ist froh, dass nun eine Entscheidung gefallen ist: „Ich glaube, dass wir mit dem neuen Trainer einen erfahrenen Mann bekommen haben. Jetzt müssen sich alle schnellstmöglich zusammenfinden, was von seiner Seite auch schon geschehen ist, da er den Kontakt zu einigen Spieler bereits gesucht hat. Wir haben nicht viel Zeit und es wird keine leichte Situation, aber ich denke, dass die Mannschaft und auch der Trainer Profi genug sind, um das Optimum rauszuholen.“

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Foto CEV: Er lebt (für) Volleyball: Vital Heynen, hier mit seinem Team von Maaseik.

Die DVV-Männer haben noch zwei Qualifikationschancen für London 2012. Zunächst spielen sie beim europäischen Olympia-Qualifikationsturnier vom 8. bis 13. Mai in Sofia/BUL, wo sie in der Vorrunde auf die Slowakei, Finnland und Italien treffen. Lediglich der Sieger des Turniers, an dem noch Serbien, Bulgarien, Spanien und Slowenien teilnehmen, sichert sich das Olympia-Ticket. Eine zweite Chance bietet das finale Olympia-Qualifikationsturnier vom 8. bis 10. Juni in der Berliner Max-Schmeling-Halle, bei dem insgesamt vier Teams (lediglich Deutschland steht als Teilnehmer fest) um einen Startplatz für das olympische Turnier kämpfen.

Am 28. Februar folgt auf der DVV-Homepage ein ausführliches Interview mit Vital Heynen.

DVV-Pokalfinale
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