Bundesliga: Augsburg (Frauen) und Giesen 48/Hildesheim (Männer) verzichten auf Start in der 1. Bundesliga

Die DJK Augsburg-Hochzoll und der TSV Giesen 48/Hildesheim verzichten auf einenStart in der 1. Bundesliga. Beide Vereine erklärten die Rücknahme ihres Lizenzantrags. Augsburg scheidet aus dem Spielbetrieb aus. Giesen/48 Hildesheim wird in die 2. Bundesliga Nord Männer eingruppiert. Die Startplätze in der 1. Bundesliga bleiben für die Saison 2011/2012 unbesetzt.

Der Lizenzierungsausschuss der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) hatte den Vereinen eine Nachfrist bis zum 1. Juni gesetzt, um mittels einer Bankbürgschaft ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Der unabhängige Wirtschaftsprüfer hatte insbesondere das unzureichende wirtschaftliche Eigenkapital sowie eine prognostizierte Liquiditätsunterdeckung bemängelt. Die Bürgschaften wurden nicht vorgelegt, stattdessen erklärten beide Vereine die Rücknahme des Lizenzantrags.

Neben finanziellen Schwierigkeiten bereitete dem Zweitligameister aus Giesen/Hildesheim zuletzt auch der angekündigte Weggang von ErfolgstrainerMichael Schöps Sorgen. „Unser Erstligakonzept basierte auf drei Säulen: den Finanzen, der sportlichen Leistungsfähigkeit und dem begeisterungsfähigen Umfeld”, so Sportdirektor Ulrich Nordmann. Durch den Weggang von Schöps stünde nunmehr auch hinter der sportlichen Einschätzung ein Fragezeichen.

Der TSV Giesen 48/Hildesheim startet in der Saison 2011/12 in der 2. BundesligaNord Männer. Die Staffel wird auf 15 Mannschaften aufgestockt und am Ende des Spieljahres durch einen zusätzlichen dritten Absteiger wieder auf die Regelstärke reduziert. Da die DJK Augsburg-Hochzoll keinen hilfsweisen Antrag für die 2. Bundesliga gestellt hatte, scheidet die Mannschaft aus dem Spielbetrieb aus.

Die Staffelzusammensetzung der 1. Bundesliga Frauen und Männer wird nicht mehrgeändert. In beiden Ligen bleibt ein Platz unbesetzt. Am Ende der Saison steigt jeweils nur eine Mannschaft ab. Über die wirtschaftliche Lizenzierung der übrigen Vereine entscheidet der DVL-Vorstand in seiner Sitzung am 2. Juni.

(DVL)

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