Schmetterlinge nach zweitem Sieg dem Halbfinale ganz nah

Foto CEV: Die Schmetterlinge jubeln über den ersten Sieg. Foto CEV: Die Schmetterlinge jubeln über den ersten Sieg. Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die Schmetterlinge stehen nach einem 3:1 (33-21, 26-24, 24-26, 25-19)-Erfolg gegen Belgien kurz vor dem Halbfinaleinzug bei der Olympia-Qualifikation in Apeldoorn (Niederlande). Mit zwei Siegen und sechs Punkten führen sie Pool B an. Nach einem Ruhetag am Donnerstag findet am Freitag das letzte Gruppenspiel gegen Kroatien (10. Januar, 13:30 Uhr) statt.

Top-Scorerin der Partie wurde Diagonalangreiferin Louisa Lippmann mit 30 Punkten und einer Angriffsquote von 51%. Außerdem überzeugte Hanna Orthmann mit 25 Zählern bei 50% im Angriff. Auch im Aufschlag (10 Asse) und dem Block (10) lieferte Deutschland eine starke Leistung ab, die sie dem Halbfinale ein großes Stück näher gebracht hat.

Aufholjagd im ersten Satz

Nach dem Sieg gegen die Türkei starteten die Schmetterlinge zunächst verschlafen in ihr zweites Gruppenspiel. Gegen die kämpferischen Belgierinnen lagen sie zwischenzeitlich mit 10-16 in Rückstand und schienen den ersten Satzverlust nahe. Schon in seiner ersten Auszeit bemängelte Bundestrainer Felix Koslowski, dass seine Spielerinnen nur reagieren und nicht aktiv am Spielgeschehen teilnehmen würden. Dies änderte sich in der Schlussphase mit dem Ausgleich zum 20-20 durch ein Ass von Hanna Orthmann. 

In einer verrückten Crunchtime, in der selbst die eigentliche Libera Linda Bock, in dieser Partie als Außenangreiferin in der Annahme im Einsatz, einen Satzball mit einem Hinterfeldangriff abwehrte, nahm Deutschland Belgien gleich sechs Satzbälle ab und nutzte wiederum die dritte Chance zum 33-31 Sieg und der Satzführung.

Belgien gibt sich nicht geschlagen

Die Belgierinnen, die sich wie die deutsche Mannschaft durch ihren unbändigen Willen auszeichnen, waren dennoch nicht geschlagen. Vielmehr entwickelte sich auch in den darauffolgenden Durchgängen ein Spiel auf Augenhöhe. Angeführt von Britt Herbots (26 Punkte) sowie Kaja Grobelna (21 Punkte) kamen sie auch nach einem 0:2-Satzrückstand noch einmal zurück. 

Doch Deutschlands Block, in dem Camilla Weitzel gleich fünfmal zupackte, sowie eine starke Abwehrleistung ließen die Schmetterlinge nach vier Sätzen über den zweiten Sieg bei der Olympia-Qualifikation jubeln. Gegen Kroatien würde damit schon ein Punktgewinn reichen, um unter die besten vier Teams zu kommen.

„Kompliment an meine Mannschaft. Es war ein unglaublich intensives Spiel. Man hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass wir in der Crunchtime sind. Belgien und wir waren sehr stark im Side-Out und haben wenig Eigenfehler gemacht. Am Ende sind wir in den entscheidenden Situationen immer da und machen die wichtigen Punkte“, sagte Bundestrainer Felix Kolsowski und ergänzt:

„Wir werden den Donnerstag als Ruhetag nutzen und auch brauchen. Es waren zwei sehr kräfteraubende Spiele, aber wir haben das Maximum herausgeholt und eine super Ausgangsposition im Kampf um das Halbfinale.“

"Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Wir wussten, dass Belgien eine starke Abwehrmannschaft ist, haben in Block-Abwehr aber auch selbst eine gute Leistung gezeigt. Am Ende haben wir in den wichtigen Momenten die besseren Angriffsquoten gehabt und können mit dem Spiel sehr zufrieden sein", analysierte Hanna Orthmann im Anschluss.

Kader

Name Position Verein
Linda Bock Libera USC Münster
Kimberly Drewniok Diagonalangriff SSC Palmberg Schwerin
Jennifer Geerties Außenangriff Imoco Volley Conegliano
Lisa Gründing Mittelblock SC Potsdam
Denise Hanke Zuspiel SSC Palmberg Schwerin
Louisa Lippmann Diagonalangriff Shanghai
Lena Möllers Zuspiel Rote Raben Vilsbiburg
Hanna Orthmann Außenangriff Saugella Monza
Anna Pogany Libera SSC Palmberg Schwerin
Jana-Franziska Poll Außenangriff Volalta Casterta
Marie Schölzel Mittelblock SSC Palmberg Schwerin
Lena Stigrot Außenangriff Dresdner SC
Ivana Vanjak Universal USC Münster
Camilla Weitzel Mittelblock Dresdner SC
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