„Wir müssen in der Abwehr heiß sein“

Foto Bonnie Bartusch/DVV Foto Bonnie Bartusch/DVV Am Samstag geht es für Deutschland im ersten K.o.-Spiel der Europameisterschaft (12.-29. September) um den Einzug ins Viertelfinale. Gegner in Apeldoorn sind die Niederlande (16 Uhr, live auf SPORT1+), die zum ersten Mal seit 2009 zu den besten acht Teams in Europa gehören wollen. Deutschland möchte dagegen vor den Augen von Volleyball-Sportdirektor Christian Dünnes, der sich zur aktuellen Situation äußert, eine magere Vorrunde vergessen machen.

Christian Dünnes über…

…die bisherige Leistung:

„Es war sicherlich nicht die Leistung, die wir uns über die gesamte Vorrunde vorgestellt haben. Insgesamt war es noch nicht das, was man zum Beispiel auch brauchen wird, um gegen die Niederlande zu bestehen. Ich sehe trotzdem, dass wir Samstag definitiv eine bessere Leistung zeigen und dass es am Samstag Klick machen kann.“

…die aktuellen Probleme:

„Wir sind natürlich gleich mit einer schweren Niederlage gegen Serbien gestartet. Hinzu kamen Verletzungsprobleme bei Georg Grozer, der für das Team und die Hierarchie extrem wichtig ist. Kapitän Lukas Kampa hatte Magenprobleme und musste aussetzen, Anton Brehme ist im Spiel gegen Österreich umgeknickt und war kurzzeitig nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. In dem Moment kam einfach sehr viel zusammen, dass unser Selbstvertrauen nicht hat größer werden lassen.“                 

…einen Turnaround am Samstag:

„Unsere Mannschaft hat trotz allem ein hohes Grundniveau und besteht im Grundstock aus erfahrenen Akteuren, die schon bei der Weltmeisterschaft 2014, teilweise bei den Olympischen Spielen 2012, dabei waren. Wir haben also sehr viel Erfahrung im Kader, gespickt mit Spielern, die schon absolutes Top-Niveau abgerufen haben. Auch die gute Vorbereitung, inkl. Siegen gegen die Niederlande und Frankreich, hat gezeigt, dass die Spieler das Niveau von der Leistung her abrufen können.“

...Momente, in denen es Klick machen kann:

„Ich bin da sehr stark bei Andrea Giani, der gesagt hat, dass wir mehr Break-Punkte brauchen, die einen Spielverlauf enorm beeinflussen können. Da müssen wir gut vorbereitet und in der Abwehr heiß sein, um uns so immer wieder Erfolgserlebnisse zu erarbeiten. Darüber kann sich ein Team in einen Flow arbeiten, in dem viele Dinge, wie zum Beispiel der Aufschlag, leichter fallen, weil man mit einem positiven Gefühl agiert. Wenn wir das gegen die Niederlande schaffen, ist viel möglich.“

EM-Kader

Nr. Name Position Verein Alter
1 Christian Fromm Außenangriff Jastrzebski Wegiel 29
2 Tobias Krick Mittelblock UV Frankfurt 20
3 Ruben Schott Außenangriff Trefl Gdánsk 25
5 Moritz Reichert Außenangriff BR Volleys 24
6 Denys Kaliberda Außenangriff Azimut Modena 29
8 Marcus Böhme Mittelblock St. Petersburg 34
9 Georg Grozer Diagonalangriff Zenit St. Petersburg 34
10 Julian Zenger Libero BR Volleys 22
11 (C) Lukas Kampa Zuspiel Jastrzebski Wegiel 32
12 Anton Brehme Mittelblock SVG Lüneburg 20
13 Simon Hirsch Diagonalangriff Vibo Valentia 27
14 Moritz Karlitzek Außenangriff Top Volley Latina 23
15 Noah Baxpöhler Mittelblock Spacer’s de Toulouse 26
17 Jan Zimmermann Zuspiel Greenyard Maaseik 26
Ø 26,5
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