Deutschlands Volleyball rüstet sich für die Zukunft

Foto DVV: Der deutsche Volleyball blickt positiv in die Zukunft. Foto DVV: Der deutsche Volleyball blickt positiv in die Zukunft. Am vergangenen Wochenende kamen der Deutsche Volleyball-Verband (DVV), die Volleyball Bundesliga (VBL) und die Landesverbände auf dem Verbandstag in Berlin zusammen, um die Grundlage für eine moderne, flexible und mitgliedsstarke Strukturreform zu beschließen. Damit reformiert sich der Volleyball in Deutschland grundlegend und stellt sich neu auf.

Ein Jahr haben Präsident René Hecht und die Mitarbeiter des Deutschen Volleyball-Verbandes an einer Strukturreform gearbeitet, unzählige Gespräche geführt, alle Landesverbände in Deutschland besucht und eindrucksvolle Überzeugungsarbeit geleistet, um gemeinsam den Volleyball deutschlandweit zu reformieren.

„Ohne Breitensport gibt es in der Zukunft keinen Spitzensport mehr und umgekehrt. Deshalb ist es so wichtig, den Deutschen Volleyball auf allen Ebenen neu zu strukturieren. Wir haben innerhalb des letzten Jahres gemeinsam sehr viel Zeit und Mühe investiert, viele Themen gemeinsam erarbeitet und angestoßen. Die Beschlüsse auf dem Verbandstag sind für uns wegweisend, um die anstehende Aufgaben und Herausforderungen mit der nötigen Kraft und den entsprechenden Ressourcen zu meistern. Wir wissen, dass die Strukturreform allen viel abverlangt. Deshalb danke ich allen Mitgliedern, Mitarbeitern, ehrenamtlichen Vorsitzenden und Präsidenten von Herzen, dass sie diesen Weg mit uns gehen.“ so Verbandspräsident René Hecht.

An seiner Seite steht VBL-Präsident Michael Evers. Auch er unterstützt einen starken und zukunftsfähigen Dachverband. „Wir wollen gemeinsam aktiv an unserer Zukunft arbeiten und etwas bewegen. Wir müssen unseren Spitzensport nicht nur international wettbewerbsfähig machen, sondern auch die Herausforderungen der Digitalisierung offensiv angehen. Dafür haben wir am Wochenende die Grundlage gelegt.“

Neues Nachwuchskonzept beschlossen

In Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, der Volleyball Bundesliga sowie weiteren Volleyball-Experten haben die DVV-Sportdirektoren Christian Dünnes und Niclas Hildebrand in den letzten Monaten mit VBL-Manager Daniel Sattler ein neues Nachwuchskonzept erarbeitet. Mit der Vorstellung des Konzeptes auf dem Verbandstag ist schnell klar, die Neuausrichtung des Verbandes soll basisorientiert und nachhaltig sein. In Zukunft rückt der Breitensport mehr in den Fokus und wird die Nachwuchsarbeit in den Mannschaften und Vereinen bundesweit stärken.

„Wir wollen mit dem Nachwuchskonzept neben einer aktiven Mitgliedergewinnung in den Vereinen und Landesverbänden langfristig die Basis für erfolgreiche und international wettbewerbsfähige Nationalmannschaften im Sand und in der Halle schaffen. Auch von einer starken Liga, deren Mitglieder national und international aufschlagen, profitiert Volleyball Deutschland insgesamt“, sind sich Christian Dünnes und Niclas Hildebrand einig.

Mit hauptamtlichem Vorstand in die Zukunft

In Zukunft wird der Deutsche Volleyball-Verband von einem hauptamtlichen Vorstand geführt, der sich aus Generalsekretärin Nicole Fetting, den Sportdirektoren Christian Dünnes (Hallen-Volleyball) und Niclas Hildebrand (Beach- und Snow-Volleyball) zusammensetzt. Dieser wird durch den Geschäftsführer der Deutschen Volleyball Sport GmbH Martin Kowalewski, als Beirat, ergänzt.

Als Kontrollorgan des hauptamtlichen Vorstandes fungiert das Präsidium, dem René Hecht weiterhin als DVV-Präsident vorsteht und das durch die Landesverbandspräsidenten sowie Vize-Präsidenten Thomas Petigk (Präsident Hessischer Volleyballverband), Wolfgang Söllner (Präsident Sächsischer Sportverband Volleyball), Bernd Janssen (Vize-Präsident Westdeutscher Volleyball-Verband) und Bernd Neppeßen (Präsident Schleswig-Holsteinischer Volleyball-Verband) ergänzt wird. Hinzu kommen Michael Evers als Präsident der Volleyball Bundesliga, Andreas Burkard als Vorsitzender der Deutschen Volleyball-Jugend sowie ein Athletensprecher, der zeitnah bestimmt wird.

Generalsekretärin Nicole Fetting zieht eine positive Bilanz nach dem Verbandstagen in Berlin: „Intensive Monate liegen hinter uns. Unsere Mitglieder haben auf dem DVV-Verbandstag einige richtungsweisende Entscheidungen für Volleyball Deutschland getroffen, die uns in unserer Struktur zukünftig handlungsfähiger und effektiver agieren lassen“.

Finanzierung gesichert

Ein wichtiger Bestandteil des Verbandstages war die Anpassung der Mitgliedsbeiträge, die alle Landesverbände und die Volleyball Bundesliga an den DVV entrichten. Mit klarer Mehrheit wurde beschlossen, dass der Beitrag ab dem Jahr 2020 und 2021 angepasst wird. So sollen in Zukunft die steigenden Anforderungen der Digitalisierung und dem Nachwuchskonzept gemeistert werden. Vor allem gezielte Investitionen in die Mitgliedergewinnung und die Sportentwicklung sollen den Verband wieder stärken und wachsen lassen.

Wolfgang Söllner, Präsident des Sächsischen Sportverbandes Volleyball, nennt die Gründe der Zustimmung seines Landesverbandes: „Wir als Landesverbände wollen ausdrücklich, dass sich der DVV auch in Sachen Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung mit breit angelegten Maßnahmen an die Spitze der Bewegung setzt. Auch insoweit sehen wir eine verbesserte Finanzlage des Verbandes als eine Investition in die Überlebensfähigkeit unseres Sports an.“

So geht der Deutsche Volleyball-Verband mit gutem Beispiel voran und beweist, dass Breiten- und Spitzensport untrennbar voneinander sind. Mit der Reformierung aus eigener Kraft rüstet sich der DVV für die Zukunft und zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass er die Zeichen der Zeit erkannt hat.

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