Mit Fingerspitzengefühl zum DVV-Pokalfinale

Foto Günter Kram: Daniel Malescha will auch beim DVV-Pokalfinale hoch hinaus. Foto Günter Kram: Daniel Malescha will auch beim DVV-Pokalfinale hoch hinaus. Vor knapp zwei Jahren zog es Diagonalspieler Daniel Malescha vom TSV Herrsching zum VfB Friedrichshafen an den Bodensee. Ein großer Schritt, der ihn zu einem der besten Angreifer der Volleyball Bundesliga sowie Nationalspieler hat reifen lassen und am Sonntag in der SAP Arena gegen die Bisons Bühl (13.45 Uhr) die Chance auf seinen zweiten Titelgewinn im DVV-Pokal gibt. Wer aber glaubt, seine Welt würde sich ausschließlich um Volleyball drehen, der irrt gewaltig. Denn auch abseits des Spielfeldes hat der 23-jährige einiges zu bieten.

Verletzung wirft ihn zurück

Geplagt von Verletzungspech startete die Saison 2017/18 für ihn erst einmal neben dem Spielfeld. Aufgrund einer Wadenverletzung wurde der gebürtige Münchener zu einer zweimonatigen Rehabilitationspause gezwungen, ehe er beim 3:0 Erfolg gegen die Netzhoppers SolWo Königspark KW sein Comeback feiern konnte. Ganz der Alte war er bis dato noch nicht, dürfte aber pünktlich zum DVV-Pokalfinale am 4.März in Mannheim wieder in Topform sein. „Ich werde meinen Hut schon wieder in den Ring werfen und will ganz klar auch spielen", gibt sich Malescha kämpferisch.

Fingerspitzengefühl trainieren

Richtig Pause gibt es für den Münchener sowieso nie. Wenn er nicht mit dem Ball trainieren kann, dann arbeitet er an seinem Fingerspitzengefühl und der eigenen Konzentration. Sein liebstes Trainingsgerät ist dann nicht etwa die Playstation oder X-Box, vielmehr setzt er sich gerne ans Klavier: „Das macht mir einfach Spaß“, lacht der sympathische Bayer, der in seiner Freizeit auch schon kleine Konzerte gegeben hat. 

Traum vom eigenen Flügel

Seine zweite Leidenschaft neben dem Volleyball hat der 23-jährige schon im Alter von acht Jahren für sich entdeckt. Angesteckt von der Mutter seines besten Freundes, gefiel ihm der Klang des Klaviers so gut, dass er Unterricht nahm und den Traum von einem eigenen Flügel entwickelte. Diesen hat er sich bisher zwar noch nicht erfüllt, sein altes Klavier soll aber schon bald den Weg nach Friedrichshafen finden, damit er noch mehr bekannte Songs wie „Wind of Change“ von den Scorpions zum Besten geben kann.

Volleyball und Klavierspielen – passt das überhaupt?

Auf jeden Fall! Malescha ist kein aggressiver Spieler, im Gegenteil: Sein Auftreten auf dem Feld ist bedacht und clever, nahezu filigran – genau wie sein musikalisches Hobby. Vielleicht macht ihn gerade diese Art, gepaart mit seiner Ruhe, zu dem angesehenen Spieler, der er ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es für ihn nichts Größeres gibt, als mit seinem Hobby erfolgreich zu sein. Das sieht auch Trainer Vital Heynen so, der froh ist, einen solch ausgeglichenen, motivierten Kader zu haben. Die Ziele der Mannschaft für die laufende Saison sind somit klar gesteckt: Meisterschaft, Pokal und ein vorderer Platz in der Champions League stehen im Visier.

Erster Schritt: Pokalfinale?

Und so schließt sich auch der Kreis um Volleyball und Klavierspielen: Ganz im Sinne von „Wind of Change“ bringen die “Häfler“ frischen, kraftvollen Wind in die Liga und Europa und wollen mit ihrer scheinbaren Unbesiegbarkeit in dieser Saison ein Zeichen setzen. Den ersten Schritt dorthin können sie am Sonntag, den 4. März, machen, wenn es heißt: DVV-Pokalfinale in Mannheim.

Eintrittskarten (ab 15 Euro) für das DVV-Pokalfinale, das gemeinsam von der Volleyball Bundesliga und vom Deutschen Volleyball-Verband ausgetragen wird, sind über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*), ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400*) und über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) erhältlich.

* (0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz)

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