Schmetterlinge fliegen zum 3:1-Sieg

Foto Conny Kurth: Foto Conny Kurth: Kurz gewackelt, dann aufgedreht: #DieSchmetterlinge haben ihr erstes von insgesamt zwei Testspielen vor der WM-Qualifikation gegen Ungarn mit 3:1 (21-25, 25-19, 25-20, 25-17) gewonnen. Beste Scorerin der DVV-Frauen vor 2.149 Zuschauern im Volleydome in Münster war Maren Brinker mit 13 Punkten. Für Ungarn kam Greta Szakmary auf starke 29 Zähler. Barbara Wezorke, Irina Kemmsies, Dora Grozer und Tanja Großer gaben ihr Länderspiel-Debüt. Spiel zwei findet am Sonntag in Oldenburg statt und wird ab 15.45 Uhr live auf dem DVV Facebook-Channel Deutsche Volleyball-Nationalmannschaften übertragen.

Ungarn überrascht

„Wir waren sehr nervös, daher hat es ein bisschen gedauert, bis wir unser Spiel gefunden haben“, analysierte Bundestrainer Felix Koslowski die Leistung seiner Spielerinnen nach dem Sieg und traf damit den Nagel genau auf den Kopf.“ Im ersten Satz sollte eine 8-3 Führung nicht reichen, um den ersten Durchgang zu gewinnen. Dies lag vor allem an der zu hohen Fehlerquote, die das deutsche Team im Angriff machte. Lediglich 39% der Offensivaktionen wurden auch in Punkte umgewandelt, während die Ungarinnen mit starken 53% zurückkamen und den ersten Satz mit 25-21 gewannen. „Wir waren überrascht von der Stärke Ungarns und hätten erwartet, dass sie im Angriff ein wenig schwächer sind“, zeigte sich auch Kapitänin Maren Brinker nach der Partie überrascht.

Doppelwechsel entscheidet Satz zwei

Ein ausgeglichener zweiter Satz, bei dem es bis zum Stand von 15-14 für Deutschland eng zuging, wurde durch einen Doppelwechsel des Bundestrainers entschieden. Für Denise Hanke und Louisa Lippmann brachte er Lena Möllers und Lena Stigrot. Möllers setzte die ungarische Annahme mit ihren Aufschlägen ordentlich unter Druck und fand auch in Stigrot eine dankbare Abnehmerin der Zuspiele. Die deutsche Mannschaft zog bis auf 21-16 davon und ließ sich den Vorsprung nicht nehmen. Ungarns schwache Annahme von 38% spielte dem noch in die Karten und sorgte für einen klaren 25-19-Erfolg für die Schmetterlinge. 

"Wir sind im Moment bei 70%."

Maren Brinker

Schmetterlinge fliegen davon

Der Bann war damit gebrochen. Trotz etlicher Wechsel, Koslowski brachte insgesamt 15 der 18 Akteure, steigerten sich die deutschen Spielerinnen kontinuierlich im Angriff und kamen in den Durchgängen drei und vier auf 50%. Auch die Annahme wurde immer stärker (53% und 65%), wogegen Ungarn in allen Bereichen abbaute und merklich an Kondition verlor. So war es keine Überraschung, das auch die letzten Sätze mit 25-20 und 25-17 an Deutschland gingen und den Volleydome in Münster zum Kochen brachten. 

Bundestrainer Felix Kosloski: „Vielen Danke an Münster, es war eine tolle Kulisse. Für uns ist es großartig, dass wir dieses Feedback vor der QM-Qualifikation bekommen. Man hat heute gesehen, dass einige Spielerinnen sehr nervös waren. Es ist nie leicht vor so einer Kulisse in Deutschland zu spielen. Alle wollten die beste Leistung abrufen, am liebsten den Gegner überrennen. Daher hat ein bisschen gedauert, bis wir unsere Ruhe und in das Spiel gefunden haben. Anschließend hat es aber gut geklappt, wir haben besser zusammen gespielt und gegen eine gute Volleyballnation aus Ungarn gewonnen.“

Kapitänin Maren Brinker: „Es war auffällig, dass wir noch viele Eigenfehler gemacht haben. Ich würde sagen, dass wir im Moment bei 70 Prozent stehen. Es waren viele gute Ansätze dabei. Wenn wir die auch über mehrere Sätze halten können, dann haben wir großes Potenzial. Wir müssen jetzt einfach die Fehler auch analysieren und darauf reagieren, dann steigt auch die Qualität. Wir wussten heute nicht, was uns erwartet und kannten die Spielerinnen nicht. Das sieht im Block-Abwehr Verhalten dann immer etwas komisch aus.“

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