Versöhnlicher Abschluss mit Bronze

Foto FIVB: Die DVV-Männer können am Ende über den 3. Platz jubeln Foto FIVB: Die DVV-Männer können am Ende über den 3. Platz jubeln Nach der Enttäuschung folgte das Aufbäumen: die DVV-Männer haben zum Abschluss der World League Finalrunde in Mexiko den Gastgeber mit 3:0 (25-19, 25-19, 26-24) besiegt und die richtige Antwort auf die gestrige Niederlage gegen Spanien gegeben. Die Saison in der dritten Gruppe beenden sie damit auf Platz drei. Für den Aufstieg hätte ein Turniersieg her gemusst. Bester Scorer auf deutscher Seite war Simon Hirsch (14 Punkte), gefolgt von Tobias Krick, der acht Zähler zum Sieg beisteuerte.

"Es ist ein versöhnlicher Abschluss."

Christian Fromm

Block packt zur richtigen Zeit zu

Wie schon gegen Spanien begann Bundestrainer Andreas Giani mit Jan Zimmermann, Simon Hirsch, Marcus Böhme, Tobias Krick, Christian Fromm, Ruben Schott und Julian Zenger. Mit weniger Risiko im Aufschlag startete die deutsche Mannschaft in Satz eins und verließ sich dabei auf ein funktionierendes Block-Abwehr System. Dies sollte in der Crunchtime die richtige Entscheidung sein. Beim Stand von 17-17 sorgten zwei Blocks und eine großartige Abwehr von Kapitän Fromm, mit dem anschließenden Punkt von Hirsch, für die Vorentscheidung. Den Vorsprung von zwischenzeitlich vier Punkten (22-18) gaben sie nicht mehr aus der Hand, ein mexikanischer Fehlaufschlag tütete Durchgang eins ein.

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Mexiko ohne Chance

Satz zwei sollte mit dem gleichen Ergebnis enden, allerdings um einiges deutlicher verlaufen. Angeführt von Fromm (4 Punkte) und Schott (3 Punkte) waren die Verhältnisse bis zur zweiten technischen Auszeit geklärt (16-10). Giani überraschte mit einem Mittelblocker-Wechsel Escher für Böhme, der seinen Job aber gut machte und auch im Angriff punktete (2/2). Außerdem verteilte Zuspieler Zimmermann die Verantwortung auf mehrere Schultern, weshalb sich gleich sieben Spieler in das Scorer-Ranking eintragen konnten. Zimmermann war es auch, der den Punkt zum 25-19 mit einem schönen Fake erzielte und die beruhigende Satzführung herstellte.

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Rot-Blau für Deutschland

Satz drei nahm historische Ausmaße an. Nicht aufgrund des knappen 26-24 Erfolges für Deutschland. Vielmehr deswegen, weil der Bundestrainer weiter fleißig wechselte, Moritz Karlitzek und Moritz Reichert auf den Außenpositionen brachte, und dafür sorgte, dass zwischenzeitlich sechs Spieler der United Volleys um den Sieg kämpften, die in der letzten Spielzeit das Trikot getragen haben (Reichert, Zimmermann) oder in der nächsten Saison in den rot-blauen Jerseys auflaufen werden (Krick, Karlitzek, Escher, Zenger). Ein einmaliger Vorgang, den Reichert mit einem gefühlvollen Heber über den mexikanischen Dreierblock zur Bronzemedaille vollendete.

Stimmen

Kapitän Christian Fromm: „Wir sind natürlich froh über den Sieg. Es ist ein versöhnlicher Abschluss, aber trotzdem nicht zufriedenstellend. Wir sind für den Turniersieg nach Mexiko gekommen, haben aber gesehen, dass wir noch Arbeit vor uns haben. Wenn wir konzertiert unser Level spielen, dann wird es für jeden Gegner schwer, aber das ist leichter gesagt als getan.“

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