Platz 6 für die deutschen Mädels

Foto CEV: Mit dem Teamgedanken zu Platz sechs bei der EM und zur WM nach Argentinien. Foto CEV: Mit dem Teamgedanken zu Platz sechs bei der EM und zur WM nach Argentinien. Die deutsche U18 hat bei der EM-Endrunde in Arnheim/NED den 6. Platz belegt. Im abschließenden Platzierungsspiel wirkte die Mannschaft von Bundestrainer Jens Tietböhl nach neun Turniertagen müde und kraftlos und verlor in 81 Minuten mit 0:3 (19:25, 15:25, 20:25) gegen Slowenien. Punktbeste Spielerinnen waren Linda Bock (10 Punkte) und Franziska Nitsche (8 Punkte). Tags zuvor hatte sich das Team mit dem 3:1-Sieg das große Ziel von der WM-Qualifikation erfüllt. Die Medaillen sicherten sich Russland (Gold), Italien (Silber) und Weißrussland (Bronze), Serbien, Slowenien und Deutschland komplettieren das europäische Teilnehmerfeld für die WM in Argentinien.

"Wir fahren mit vielen positiven Eindrücken und Erlebnissen nach Deutschland zurück.“

Jens Tietböhl (Bundestrainer U18)


Müder erster Satz der deutschen U18

Die deutsche Mannschaft veränderte ihre Startformation und Roxana Vogel begann im Zuspiel, Lina Almeier auf Diagonal, Linda Bock und Franziska Nitsche auf den Außenpositionen und Josepha Bock und Camilla Weitzel in der Mitte. Libero spielte gewohnt Patricia Nestler. Die slowenische Mannschaft startete etwas besser in den ersten Satz und erspielte sich zu Beginn eine 5:2-Führung. In der Folge kam Linda Bock an die Aufschlaglinie und brachte mit platzierten Float-Angaben ihre Mannschaft wieder mit 6:5 in Front. Das Spiel lief hin und her, die Mannschaften wechselten sich mit der Führung ab, bevor sich die Slowenen mit drei Punkten zum 13:16 aus deutscher Sicht absetzen konnten. Die deutsche Block- und Abwehrarbeit lief noch nicht optimal, so dass die Sloweninnen ihre Führung auf fünf Punkte zum 15:20 ausbauen konnten. Diese ließen sich die slowenischen Mädchen zum Ende des Satzes auch nicht mehr nehmen, und die deutschen Mädchen verloren Satz eins mit 19:25. Die Zahlen sprachen mit 25% Angriffsquote der Deutschen im Vergleich zu 55% der Sloweninnen für sich.  

Zu viele eigene Fehler und Ineffektivität im Angriff bedeuteten den zweiten Satzverlust

Im 2. Satz startete Juliane Noack für Camilla Weitzel auf der Mittelblockposition und die deutsche U18-Nationalmannschaft ging mit 6:8 nach zwei direkten Annahmefehlern in die erste technische Auszeit. Zu viele Eigenfehler auf deutscher Seite, vor allem in den sonst so starken deutschen Paradedisziplinen im Aufschlag - an diesem Punkt des Spieles schon 7 an der Zahl - und in der Annahme mit 35% positiv, ließen die Slowenen auf fünf Punkte davon ziehen. In der Folge konnten die slowenischen Mädchen ihre Führung ausbauen, Bundestrainer Tietböhl nahm beim Stand von 13:21 eine Auszeit und wechselte Romy Jatzko für Linda Bock. Am Satzausgang änderte sich jedoch nichts mehr und die deutschen Mädchen verloren Satz zwei 15:25.  

Foto CEV: Doppelblock von Doppel-Bock Josepha und Linda.
Foto CEV: Doppelblock von Doppel-Bock Josepha und Linda.


Deutsche U18-Nationalmannschaft verliert letztes EM-Spiel 0:3

Die Anfangsaufstellung des zweiten Satzes begann auch den nächsten Satz und die deutschen Mädchen kamen besser ins Spiel. Lina Alsmeier machte drei effektive Aufschläge und die U18-Nationalmannschaft ging mit 9:7 in Führung. Die nächsten fünf Punkte feierten dann jedoch die Slowenen und Bundestrainer Tietböhl beantragte beim 9:12 eine Auszeit. Die deutschen Mädchen bekamen keinen Zugriff aufs Spiel und zur zweiten technischen Auszeit hatten die slowenischen Spielerinnen ihre Führung auf sechs Punkte ausgebaut. Der Bundestrainer wechselte Romy Jatzko für Lina Alsmeier und die deutsche Mannschaft kam noch einmal bis auf drei Punkte heran. Die slowenischen Spielerinnen ließen sich ihren Satzgewinn jedoch nicht mehr nehmen und die deutsche Mannschaft unterlag deutlich mit 20:25 und 0:3. Die deutschen Werte mit 30% positiver Annahmen und 31% im Angriff sprechen für das Spielergebnis.

"Ab morgen arbeiten alle Spielerinnen auf das Ziel Weltmeisterschaft im Sommer hin!"

Jens Tietböhl (Bundestrainer U18)


Stimmen

Franziska Nitsche: „Für mich war es wieder etwas ganz Neues, international durchzuspielen und wir haben auch eine neue Mannschaft aufs Spielfeld geschickt. Die Stimmung war heute nicht gut. In Stresssituationen haben die Basics nicht geklappt, und dann hätten wir einfach unsere Power zeigen müssen. Trotz allem freuen wir uns über unseren sechsten Platz und die Qualifikation zur WM.“ 

Jens Tietböhl: „Es ist schade, dass wir so klar verloren haben. Trotzdem bot sich die einmalige Gelegenheit, bei so einem Championat unseren bisher nicht so viel im Einsatz gehabten Spielerinnen internationale Luft schnuppern zu lassen. Das haben sie gut gemacht. Jetzt freuen wir uns über unseren sechsten Platz und ab morgen arbeiten alle Spielerinnen auf das Ziel Weltmeisterschaft im Sommer hin. Großen Dank an die vielen Fans, Eltern und auch Trainerkollegen, die uns hier in Arnheim mit ganz viel Enthusiasmus und Power unterstützt haben. Es war eine außergewöhnlich gut ausgetragene Europameisterschaft auf hohem sportlichen Niveau und einer tollen Organisation der Niederländer. Wir fahren mit vielen positiven Eindrücken und Erlebnissen nach Deutschland zurück.“

Der deutsche EM-Kader: Corina Glaab (Rote Raben Vilsbiburg), Roxana Vogel (SC Potsdam), Luisa Keller (USC Münster/USC Braunschweig), Lina Alsmeier (USC Münster/FC Leschede), Linda Bock (Skurios Volleys Borken), Franziska Nitsche, Camilla Weitzel, Patricia Nestler (alle VCO Dresden), Emma Cyris, Josepha Bock (beide VCO Berlin/VC Bitterfeld-Wolfen), Romy Jatzko (VCO Berlin/RPB Berlin) und Juliane Noack (VCO Berlin/BBSC Berlin)

Bundestrainer Jens Tietböhl
Co-Trainer Martin Frydnes
Teammanager Christian Lotsch
Scout Bart-Jan van der Mark
Physiotherapeutin Julia Tauscher
Journalistin Verena Steinbacher

Spielplan U18
01.04: GER-TUR 0:3
02.04: ITA-GER 3:0
04.04: GER-NED 3:1
05.04: RUS-GER 3:0
06.04: GER-BUL 3:0
08.04: GER-POL 3:1
09.04: GER-SLO 0:3

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