„Die EM war eine unglaubliche Erfahrung!“

Foto CEV: Den Traum von der WM-Teilnahme haben sich die deutschen U18-Mädels erfüllt. Foto CEV: Den Traum von der WM-Teilnahme haben sich die deutschen U18-Mädels erfüllt. Das erste große Championat ist für die weibliche U18 beendet und brachte das erhoffte Ergebnis. Denn mit dem 6. Platz bei der EM in Arnheim/NED qualifizierte sich die deutsche Mannschaft für die WM in Argentinien. Im Interview äußert sich das Spielerinnen-Quartett Camilla Weitzel (Mittelblock), Linda Bock (Außenangriff), Josepha Bock (Mittelblock) und Emma Cyris (Kapitänin, Außenangriff) zum ersten großen Höhepunkt in ihrer Auswahl-Karriere.

"Wir haben uns unseren Traum erfüllt und es vor allem gegen Bulgarien und gegen Polen - trotz des Drucks - super gemeistert!"

Linda Bock


Wie fandet ihr eure erste EM? Habt ihr schon registriert, was in den letzten Tagen passiert ist? 
Emma
: „Ich fand die Europameisterschaft eine unglaubliche Erfahrung. Wir konnten sehr viel spielerisch wie auch mental lernen. Dass wir uns für die WM qualifiziert haben, realisieren wir erst langsam, aber das Gefühl kommt auf. Wenn wir jetzt daheim etwas frei haben, wird das Ausmaß der letzten Tage noch stärker sichtbar.“ 
Camilla: „Eigentlich kann man sich dem nur anschließen. Im ersten Moment freut man sich nur über den Sieg und man braucht länger um zu verstehen und zu realisieren, dass wir nun nach Argentinien fahren. Ich fand es schön, wie wir während der EM zu einem tollen Team geworden sind und mit viel Energie, Stimmung und Spirit unser Ziel am Ende erreicht haben.“ 
Linda: „Ich fand es ein Hammer-Turnier auf internationalem Niveau, da man von anderen Ländern die Sitten und die Kultur kennengelernt hat. Auch unser Team ist immer näher zusammengewachsen. Spielerisch fand ich unsere Leistung sehr gut, und wir haben uns unseren Traum erfüllt und es vor allem gegen Bulgarien und gegen Polen - trotz des Drucks - super gemeistert. Das zeichnet eine gute Mannschaft aus.“ 

Wie waren die Bedingungen auf Papendal?
Josepha
: „Die Bedingungen waren sehr gut. Es war toll, dass alle Mannschaften zusammen in einem Hotel gelebt haben. Das Essen war auch gut und gesund.“
Linda: „Die Menschen waren total freundlich und aufgeschlossen und haben uns immer geholfen.“
Camilla: „Trotz der vielen Spielerinnen und des Staffs war die Qualität des Essens richtig gut.“
Emma: „Ich fand die Bedingungen auf Papendal ebenfalls sehr gut, da es ein riesiges Gelände in der Natur ist und wir täglich eine schönen Spaziergang als Regeneration machen konnten. Hier haben wir etwas den Kopf frei bekommen und uns neue Energie holen können.“ 

Foto Jürgen Sabarz: Der Moment! Die WM ist erreicht, der Jubel kennt keine Grenzen.
Foto Jürgen Sabarz: Der Moment! Die WM ist erreicht, der Jubel kennt keine Grenzen.


Ihr habt euer WM-Ticket jetzt gelöst. Wie geht es in den nächsten Wochen weiter?
Camilla
: „Jetzt geht es erst einmal in die Ferien und dann in die Phase der nationalen Meisterschaften, was schön ist, da wir uns dann auf den Turnieren alle wiedersehen können. Auch der letzte Bundespokal wird noch einmal ein Highlight. Mitte Juli starten wir dann in die Vorbereitung für unsere erste WM in Argentinien.“
Emma und Josepha: „Wir fahren im Mai mit der U20 zur Vorbereitung für die WM-Qualifikation und erhoffen uns dort noch einmal, viele gute Erfahrungen von den Älteren zu sammeln. Natürlich möchten wir auch dazu beitragen, dass die Großen eine erfolgreiche WM-Qualifikation spielen.“ 

Hattet ihr auch Kontakt mit den anderen Nationen während eurer EM?
Linda
: „Wir haben uns ja vorher schon gut mit den Polen verstanden (nach Nordhorn), und es war sehr fair, dass sie trotz der Niederlage weiter mit uns in Kontakt blieben. Natürlich wollten wir, dass beide Teams zur WM fahren, aber die Konstellation des Überkreuzspiels ließ das leider nicht zu. Mit den Italienern hatten wir auch viel Spaß, vor allem beim gemeinsamen Singen im Hotel und im Bus.“
Camilla: „Na klar! Am letzten Abend haben wir nochmal T-Shirts getauscht mit den anderen Teams, was immer ein sehr schöner Abschluss eines solchen Championats ist.“

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