Kein Spieler gefunden!

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Ex-Junioren-Bundestrainer Michael Warm kommt regelrecht ins Schwärmen, wenn er über Patrick Steuerwald spricht: „Er ist eine Zuspielpersönlichkeit, der seit Jahren seine Mannschaften führt. In der Jugend- und Junioren-Nationalmannschaft war er meine kreative Schaltzentrale.“ Viel mehr kann ein Zuspieler in seiner Mannschaft nicht leisten, deshalb ist der Werdegang von „Nano“ im Seniorenbereich genauestens zu beobachten. Warm war so überzeugt von Steuerwald, dass er ihn gleich für den SCC Berlin verpflichtete. Mittlerweile hat Steuerwald erste nationale und internationale Titel gewonnen und zeigt im lukrativen Ausland sein Können.

Dabei kaschiert Steuerwald seine Größe von lediglich 1,80 Meter durch eine hervorragende Sprungkraft. Schon mancher Angreifer, der dachte, über den „Kleinen“ mal eben so drüber zu schlagen, fand den Ball vor seinen Füßen wieder. Wie seine Kollegen Max Günthör und Sebastian Schwarz war Steuerwald bei der European League 2005 das erste Mal im Kreis der Männer-Nationalmannschaft. „Ich möchte reinschnuppern und mich auf Dauer in der Nationalmannschaft etablieren“, so der 19-Jährige damals.

Aus dem Schnuppern wurde seit 2009 deutlich mehr. In der European League, bei der finalen WM-Qualifikation und bei der EM-Endrunde setzte Lozano auf Steuerwald als Zuspieler Nummer eins. Dies setzte sich auch 2010 fort – der Kleinste führte Regie bei EM-Qualifikation, in der World League und bei der WM. Seine internationale Klasse ließ auch andere aufmerksam werden, 2010 ging er in Perugia sein erstes Auslands-Engagement an und führte den als Absteiger gehandelten Klub in die Play-offs. 2011 zog es ihn nach Polen, wo er die Saison für AZS Politechnika Warszawska spielte. Steuerwald führte sein Team bis in das Finale des europäischen Challenge Cup, wo es knapp am Sieg vorbeischrammte. Keine Frage: Patrick Steuerwald hat sich mittlerweile zu einem Spieler von internationalem Format entwickelt, Bundestrainer Vital Heynen zog aber Simon Tischer und Lukas Kampa 2012 vor, sodass sich Steuerwald auf sein Studium konzentrierte.

2013 war der spielfreudige Zuspieler zurück in der Nationalmannschaft, überzeugte in der World League mit guten Leistungen und freute sich am Ende über einen neuen Vertrag in der italienischen Liga bei Calabria. Dort hielt es ihn genau eine Saison, denn in der Spielzeit 2014/15 spielte er - wie sein Bruder Markus - in der französischen Liga. Bei St-Nazaire lernt er seine insgesamt vierte Profi-Liga kennen (nach Stationen in Deutschland, Italien und Polen).

Dass "Nano" nichts verlernt hat, wissen die Volleyball-Fans spätestens mit Beginn der Saison 2015/16, denn Steuerwald kehrte in die Heimat zum TSV Herrsching zurück. Dort ist er Chef auf dem Feld und überzeugte so sehr, dass ihn Bundestrainer Vital Heynen für die Olympia-Qualifikation in Berlin berief.

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