Jochen Schöps
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Jochen Schöps Allgemeine InfosJochen Schöps Zur Kaderübersicht
Geburtsdatum:
08.10.1983
Geburtsort:
Schwenningen
Größe:
200 cm
Position:
Diagonalangriff
Länderspiele:
315
Verein:
Asseco Resovia Rzeszów/POL
Spitzname:
Schöpsi
Hobbys:
Computer spielen, Internet Surfen, Freunde und Familie
Social Media:

Wenn man Jochen Schöps auf dem Volleyballfeld charakterisieren möchte, dann passt als bestes der Ausdruck „sanfter Killer“ zu dem 2,00 Meter großen Diagonalangreifer. Der mittlerweile 32-Jährige ist eine äußerst ruhige Erscheinung auf dem Feld, der ausschließlich Taten sprechen lässt. Das Zetern und Gestikulieren überlässt der ehemalige Kapitän der Junioren-Nationalmannschaft anderen. Gegenüber dem Ball und dem Gegner verhält es sich jedoch anders. Dann gibt es nur noch eines: Hochsteigen, Angreifen und den Punkt machen. Dabei unterscheidet sich Schöps von anderen Spielern dadurch, dass er sich nicht nur der „Brechstange“, des harten Angriffs, bedient, sondern situativ auch einen Lob oder einen lockeren Angriff an den Block wählt. Schöps wurde als so wertvoll angesehen, dass er bereits 2002 zu seinen ersten Einsätzen in der Männer-Nationalmannschaft kam, im Weltliga- und EM-Kader 2003 stand und in der Saison 2003/04 zum Branchen-Primus VfB Friedrichshafen wechselte. Dort gewann er schnell seine ersten großen Titel – der DVV-Pokal 2004 wanderte erneut nach Friedrichshafen, und 2005 bis 2006 gelang gar das Double. 2007 avancierte Friedrichshafen – vor allem auch dank der herausragenden Leistungen von Jochen Schöps – zum besten Verein in Europa, der Gewinn des Tripels aus Pokal, Meisterschaft und Champions League gelang. Schöps wurde beim Finalturnier um Europas Vereinskrone zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt.

Das machte natürlich auch andere Vereine auf ihn aufmerksam, und so spielte Schöps seit der Saison 2007/08 beim russischen Spitzenclub Iskra Odintsovo. Mehrere zweite Plätze erreichte er mit Odintsovo, ein Titel blieb ihm bislang jedoch in insgesamt fünf Spielzeiten versagt.

In der Nationalmannschaft war und ist Schöps trotz seiner Klasse nicht von vorneherein gesetzt: Mit Christian Pampel und anschließend Georg Grozer hat(te) er stets einen hochklassigen Widerpart auf der Diagonalposition. Beide treiben sich stets zu Höchstleistungen an, so auch bei der Olympia-Qualifikation in Düsseldorf. Und auch bei den Olympischen Spielen in Peking spielte Schöps stark, und es lag am wenigsten an ihm, dass das Aus bereits nach der Vorrunde kam.

Moculescu ging, Lozano kam, Schöps blieb überragend: Der Diagonalangreifer avancierte beim Finalturnier der European League 2009 zum besten Spieler und war auch bei der finalen WM-Qualifikation in Finnland der Mann für die entscheidenden Punkte. Im Jahr 2010 stand Schöps dagegen nicht so im Rampenlicht, da Georg Grozer bei der World League den Vorzug bekam und überragend agierte. 2011 war Schöps auf jeden Fall wieder gefragt, denn Grozer fiel zunächst verletzt aus - kein Problem, denn auf der Diagonalposition hat Team Deutschland wirklich die wenigsten Sorgen.

2012 gab es Veränderungen bei Schöps, denn er schloss sich nach fünf Jahren in Odintsovo/RUS dem polnischen Top-Klub Rzeszow an, für den zuvor Grozer erfolgreich geschmettert hatte. Zudem nahm er an seinen zweiten Olympischen Spielen teil. Auch Schöps hatte einen großen Anteil an der Qualifikation, gegen die Tschechen machte er entscheidende Punkte in Aufschlag und Angriff. Seit 2013 führt Schöps die DVV-Männer als Kapitän an, so wird seine immens wichtige Rolle für das Team auch nach außen hin noch sichtbarer. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung konnte er gleich in seinem ersten Jahr in Polen bei Rzeszow machen und sich über die erste Meisterschaft im Ausland freuen.

Nachdem der Kapitän bei der EM 2013 aufgrund einer Verletzung in der Bauchmuskulatur nicht spielen konnte, stand 2014 die WM in Polen im Fokus: Für Schöps war es bereits die dritte Weltmeisterschaft, aber nach Platz neun und acht gelang mit Platz drei der Coup und auch für Schöps war es der größte Erfolg in der Nationalmannschaft. Der Höhenflug setzte sich im Verein fort: Schöps spielte eine überragende Saison in der Weltmeisterliga, erreichte Platz zwei im Pokal und in der Champions League und wurde nach dem Gewinn der Meisterschaft zum MVP gekürt.

Danach folgte jedoch eine Leidenszeit, Schöps zog sich bei einem Sturz eine Verletzung der rechten Schlagschulter zu und fiel nahezu ein Jahr aus. Nun ist er zurück und will in Verein und Nationalmannschaft seine Klasse zeigen.

Bisherige Vereine
Sportliche Erfolge
  • comdirect
  • Deutsche Energie
  • Stanno
  • Mikasa